Baumschnittkurs im Kantorgarten

Wie bereits in den letzten Jahren hat der Umweltausschuss in Wulkaprodersdorf am 29. Feber einen Baumpflegekurs organisiert. Dieser Baumschnittkurs mit Herrn Ing. Hannes Laszakovits von der Landwirtschaftlichen Fachschule Eisenstadt war diesmal mit 22  Teilnehmer/innen sehr gut besucht. Der Kurs konnte mit den Kursbeiträgen voll bezahlt werden und der Marktgemeinde enstanden damit keine Kosten.

Baumpflegekurs 2020 Ing. Laszakovits
Baumpflegekurs 2020

Die Kompetenz und das große Engagement von Herrn Laszakovits hat wieder einmal für reges Interesse an den Baumschnittmöglichkeiten gesorgt. Auch erfahrene „Baumschneider/ innen“ waren beim Kurs dabei und auch sie konnten etwas dazu lernen.

Vermittelt wurde heuer grundlegendes Wissen über Technik und Ziele des Obstbaumschnitts, sowie Grundlagen zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen an Obstbäumen im Jahresverlauf.

Anhand von zwei Bäumen im Kantorgarten zeigte Ing. Laszakovits, wie dieses theoretische Wissen praktisch angewendet wird.  Er führte, unter Berücksichtigung des Kronenaufbaus und der Wuchsgesetze, Schnitt- maßnahmen durch und viele Teilnehmerfragen wurden beantwortet – hier gelangen Sie zu unseren Fotos.

Drei Stunden waren leider wieder einmal viel zu kurz. Daher wurde gleich ein nächster Termin – Samstag, 4. April 2020 – vereinbart. Im April wird Ing. Laszakovits einen Fachvortrag zum Thema „Pflanzenschutz im Garten“ halten.

VS Wulkaprodersdorf 2019 – Baumschnitt der Gemeinde

Beim Kurs kamen auch die Pflegemaßnahmen der gemeindeeigenen Bäume im Ortsgebiet von Wulkaprodersdorf zur Sprache. Der Vergleich mit dem Beispiel von Ing. Laszakovits zeigte auf, dass dabei großer Handlungsbedarf besteht.

Der Baum im Hof in der Volksschule Wulkaprodersdorf (ein roter Maulbeerbaum) spricht als Negativbeispiel für sich. So wie der Baum aussieht, wird er wohl auch im kommenden Sommer keinen Schatten spenden (lesen Sie dazu unseren Beitrag “Radikalschnitt”).

Als Begründung für diese ‘Baumschnitt-Aktion’ war von Seiten der Gemeindearbeiter zu erfahren, dass der  Baum rote Früchte trägt. Die Kinder steigen darauf herum und gehen dann, ohne ihre Schuhe auszuziehen, in die Schule. Bereits um 9 Uhr in der Früh wäre dann der Boden der ganzen Schule mit roten Flecken verschmutzt.

UDW Meinung: Ein Maulbeerbaum hat eben manchmal rote Früchte (sofern es keiner mit weißen Beeren ist). Diese Früchte trägt er genau zwei Wochen im Jahr. Den Schatten spendet er aber mindestens 5-6 Monate.
Da dieser Baum im gesamten Hof der Schule der einzige Schattenspender ist, hätte man sich für diese 2-3 Wochen für unsere Schulkinder eine  andere Lösung überlegen können – z.B ein Netz drunter spannen …

Die Obfrau des Umweltausschusses machte daher im Anschluss an den Kurs dem Bürgermeister den Vorschlag, dass die Gemeindearbeiter ihre Kenntnisse im ‘Bäume schneiden’ verbessern  könnten, wenn sie unter der fachlichen Leitung von Herrn Laszakovits eingeschult werden.

 

erstellt von: Grete Krojer, Wolfgang Reisner                                     Aufrufe bisher: 19