Im Einklang mit der Natur

Projekte des Umweltausschuss

von Grete Krojer,
Umweltgemeinderätin und
Obfrau des Umweltausschusses

Die Erhaltung der Umwelt und der Gesundheit der Menschen war der UDW immer ein wichtiges Anliegen. Aus diesem Grund haben wir die UDW 1992 aus einer Bürgerinitiative zur Vermeidung der Sondermüllverbrennungsanlage Siegendorf gegründet. Mit diesem Hintergrund gestalten wir seit nunmehr 30 Jahren als Team die Gemeindepolitik ganz entscheidend mit.

Seither habe ich viele Jahre hindurch die Funktion der Umweltgemeinderätin und Obfrau des Umweltausschusses ausgeübt. Gemeinsam mit dem sehr aktiven Umweltausschuss-Team haben wir heuer bereits mehrere Workshops und Vorträge und vor allem die jährliche Flurreinigung organisiert.

Die Reinhaltung unserer Dorfes und die richtige Mülltrennung sind unter anderem ein wichtiges Anliegen, und kein Umweltproblem in unserer Gemeinde geht an uns vorbei! Aktuell ist die Verunreinigung durch den Plastikflug der Entsorgungsfirma Hackl ein Problem, um welches wir uns bei den zuständigen Behörden kümmern.

 

WORKSHOPS 2022

Seit Jahren hält Ing. Laszakovits von der Landwirtschaftlichen Fachschule Eisenstadt Vorträge und Schulungen bei uns in der Gemeinde.

Obstbaumschnittkurs 2022

Obstbaumschnittkurs: 14 HobbygärtnerInnen erfuhren wieder die wichtigsten Methoden und Tipps zum richtigen Baumschnitt. In Folge wird auch ein Kurs mit den Gemeindearbeitern stattfinden.

Veredelungskurs: Die Technik des Veredelns will gekonnt sein! Ing. Laszakovits hat schon so manch alte Obstsorte vor dem Aussterben gerettet. Es liegt ihm viel daran, diese Veredelungskunst in Kursen an Interessierte weiterzugeben. Diesmal haben wieder 14 Leute teilgenommen.

Pflanzenschutz & Düngen im
Hausobstgarten

Photovoltaikanlage

Photovoltaikvortrag
mit Ing. Andreas Schneemann. So aktuell wie jetzt durch den vorherrschenden Krieg, der damit verbundenen prekären Energieversorgung und den hohen Kosten war das Thema noch nie. Die Energieunabhängigkeit ist ein großes Ziel der Regierung, weshalb derzeit auch sehr gute Förderungen bezahlt werden.
Auch die Gemeinde Wulkaprodersdorf unterstützt die Anschaffung von  Photovoltaikanlagen mit einer Förderung bis zu 500 €. Alle Fragen zur Anschaffung einer Photovoltaikanlage (Kosten, Größe, Wirkung, Fördermittel etc.) kann uns Ing. Schneemann als Fachexperte beantworten.

 

 

FLURREINIGUNG 2022

Die Organisation der Flurreinigung mit den UnterstützerInnen und freiwilligen HelferInnen gehört seit Jahren zum Fixtermin.

Flurreinigung 2022

Auch am 2. April 2022 konnte trotz kalter Temperaturen wieder – verstärkt durch die Unterstützung der Volksschule und den Eltern – eine Flurreinigung durchgeführt werden. Es gilt wieder, allen Beteiligten einen großen Dank für das Engagement zur Beseitigung des Mülls auszusprechen.

Flurreinigung 2022

Oberste Priorität sollte die Müllvermeidung haben, weshalb wir
alle gefordert sind, unsere Natur und Umwelt sauber zu halten!

Gemeindeentwicklung

Kindergarten

SPÖ und ÖVP richten sich über Facebook Unfreundlichkeiten aus und werfen sich gegenseitig vor, die Bevölkerung mit unwahren Informationen zu täuschen. Auslöser sind mehrere Grundstücksgeschäfte der Gemeinde.

Dabei sind sich alle Fraktionen im Kern der Sache einig. Man will für Jung und Alt ein attraktives Dorf gestalten. Man will auf nachhaltige Zukunftsprojekte setzen und besonders die Schaffung leistbarer Bauplätze für junge Familien und den Ausbau der Bildungseinrichtung, insbesondere des Kindergartens und der Schule sicherstellen.

 

Dass die ÖVP bei Verkäufen von Grundstücken nicht gerade geschickt vorgeht hat sie bereits im Vorjahr bewiesen.

 

Grundstück Obere Hauptstraße 62

Das Grundstück in bester Dorflage wird im Herbst 2021 mit einem Erlös von € 62/m² verkauft. Das Grundstück mit  930 m² wurde um 58.000 € an einen Wulkaprodersdorfer Unternehmer verkauft – 85 € /m² abzüglich Abbruchkosten ergibt 62,4 €/m² – GR Sitzung 1.7.2022 Seite 25.  Die Absicht des Verkaufs hat man nicht öffentlich kundgemacht bzw. ausgeschrieben. Damit fand kein Wettbewerb statt und andere potentielle InteressentInnenen aus dem Dorf wurden ausgeschlossen. Einige Monate davor wurde ein Interessent noch mit dem Hinweis abgewiesen, dass das Haus nicht zur Verfügung stehe (GR Sitzung 22.7.2022 Seite 8).

Die UDW sprach sich gegen den Verkauf der Oberen Hauptstraße 62 aus, weil das Grundstück zentral im Dorf in der Nähe der Schule liegt.

Obere Hauptstraße 62, (c) Google Maps

 

Grundstück Wiener Straße 13

Das Grundstück Wiener Straße 13 wurde – da es zwei Interessenten gab – mit einer Würfelentscheidung um 85 €/m² verkauft. Für dieses Grundstück hat es bereits im Frühjahr ein Kaufangebot gegeben und in der Sitzung wurde durch den Bürgermeister kurzfristig eine zweite Interessentin bekanntgegeben.

Die SPÖ wirft der Gemeinde aufgrund der Verkaufspraxis in einem Zeitungsinterview „ungerechtes und unfaires“ Handeln vor. Die Medien titelten damals: „Würfel entschieden über Kauf von Grundstück“.  Dem entgegnete der BGM damals: „Wir wollen leistbare Bauplätze für junge Familien in Wulkaprodersdorf. Wenn wir schlichtweg das höhere Kaufangebot angenommen hätten, wäre das teuer und nicht gerecht gewesen“ und weiter In Zukunft wird angedacht, genaue Kriterien für Grundstückskäufe im Ort zu beschließen.https://www.krone.at vom 4.9.21

 

Wiener Straße 13, (c) Google Maps

 

Grundstück Untere Gartengasse 6

In der Sitzung vom 22.3.2022 wird der Beschlussantrag zum Ankauf der Unteren Gartengasse 6, 800m² Grundstück neben dem Kindergarten, eingebracht. Angebot € 200/m² (zuzüglich Abbruchkosten € 250/m2). Begründung für den – ortsunüblich hohen Preis ist die Immobilien – Preisentwicklung. Darüber hinaus liegen dem Besitzer mehrere Kaufangebote vor und die Gemeinde hätte die Option den Kindergarten auszubauen. Die ÖVP befürwortet daher einen raschen Kauf dieses Grundstücks für die zukünftige Erweiterung des Kindergartens zum Wohl der Kinder und PädagogInnen.

Da der Bürgermeister in einem Verwandschaftsverhältnis zum Eigentümer steht lässt er sich durch den Vizebürgermeister in diesem Punkt der Tagesordnung vertreten.

Da keine Unterlagen über den Gebäudezustand vorliegen sucht der Vizebürgermeister das Gespräch mit dem Eigentümer. Er möchte daher ein Expertengutachten einholen. Der Besitzer ist damit einverstanden. Die SPÖ bringt einen entsprechenden Änderungsantrag ein. Dieser Antrag wird mehrheitlich mit den ÖVP Stimmen und bei Enthaltung der UDW abgelehnt.

Untere Gartengasse 6, (c) Google Maps

Der ursprüngliche Antrag für den Ankauf der Immobilie neben dem Kindergarten wird mit den Stimmen von SPÖ und UDW abgelehnt.

Zum Ankauf des Hauses:

Es fand weder eine Besichtigung des Objektes durch die GR-Fraktionen statt, noch hat ein Sachverständiger das Kaufobjekt bewertet. Es lagen keinerlei schriftliche Unterlagen vor, kein Haus- u. Grundstücksplan, kein Vor-verkaufsvertrag noch die schriftlichen Angebote etc.

Unsere Meinung: Die Gemeinde kann von dem Haus für den Kindergarten keinen Nutzen ziehen. Obwohl die Gebäudesubstanz selbst erhaltenswert wäre. Für eine allfällige Erweiterung des Kindergartens sind daher Abrisskosten von ca. 40.000,- € zu kalkulieren.

Planloses und unprofessionelles Vorgehen bei Grundstücksan- und Verkäufen verärgert nicht nur die anderen GR-Fraktionen. Es entsteht auch der Eindruck, dass mit Steuergeld nicht sparsam umgegangen wird und durch widersprüchliche Vorgehensweisen bei GR-Entscheidungen und Grundstücksverhandlungen die Gemeinde unglaubwürdig wird.

Die UDW hat mehrmals gefordert für den An- und Verkauf von Grundstücken und Immobilien durch die Gemeinde klare nachvollziehbare Kriterien, auch für die Bevölkerung festzulegen.

 

Doch was passiert mit dem Kindergarten?

Es wurden keine Zahlen vorgelegt, die einen sofortigen bzw. mittelfristigen Bedarf für eine Erweiterung des Kindergartens belegen.  Die Ortsentwicklung wird uns in den nächsten Jahren zeigen, wohin die Reise geht. Mit welcher Dringlichkeit sind Probleme zu lösen und wie können die immer knapper werdenden Mittel zukunftssicher eingesetzt werden? Daher sind Kommunalpolitiker/innen ständig gefordert, sich mit der Entwicklung zu befassen. Aber sie haben es auch in der Hand, vorausschauend und rechtzeitig Maßnahmen zu planen und zu setzen.

Kritik der UDW: Wichtige Tagesordnungspunkte werden im Gemeinderat entschieden. Leider sind sie meist nicht ausreichend vorbereitet. Der Bürgermeister verabsäumt es im Vorfeld von wichtigen Entscheidungen den Konsens mit den anderen GR-Fraktionen zu suchen. Die Argumente und Ideen der anderer GR-Fraktionen interessieren ihn nicht. Dann muss man das Abstimmungsverhalten der anderen aber auch akzeptieren. Im Nachhinein Entscheidungen laut zu kritisieren entbehrt jeglichem Demokratieverständnis.

Der ÖVP Obmann kritisierte die Abweisung des von der ÖVP unterstützten Antrags zum Ankauf der Kindergarten Nachbarimmobilie auf Facebook und meinte, dass durch eine “SPÖ/UDW Allianz” eine “realpolitische Entscheidung der ÖVP zum Wohl der Gemeinde” abgelehnt wurde. Er stellt in den  Raum, dass die Gemeinde für die Entlastung des Kindergartens “vielleicht in Zukunft eine Investition in Millionenhöhe tätigen wird müssen”. Gleichzeitig beteuert er “Dies ist für uns kein Wahlkampfthema“!

Wird der Kindergarten trotz aller Beteuerungen zum Wahlkampfthema?

 

 

 

Beitrag ergänzt am: 14.4.2022                                                              Aufrufe: 107

Vorzeigebahnhof Wulkaprodersdorf

Ministerin Gewessler in Wulkaprodersdorf, Bild Copyright MeinBezirk.at

Die grüne Ministerin Leonore Gewessler stattete dem Bahnhof  Wulkaprodersdorf Mitte Feber 2022 einen Besuch ab und verkündete, dass 62 Millionen Euro in die Raaberbahn investiert werden sollen. Profitieren soll davon unter anderem der Bahnhof Wulkaprodersdorf, der zu einer modernen Verkehrsdrehscheibe ausgebaut werden soll!   burgenland.orf.at 15.2.2022, meinbezirk.at 15.2.2022, bvz.at 15.2.2022 

Bereits im September 2021 wird Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) bei der Präsentation der neuen Raaberbahn Züge durch den ORF zitiert: “Um den öffentlichen Verkehr zu attraktivieren und auszubauen, soll der Bahnhof Wulkaprodersdorf erweitert werden. So sollen mehr Fahrgäste gewonnen werden. Der nächste Schritt werde es sein, dort einen  multimodalen Verkehrsknotenpunkt zu etablieren. Es solle ein zentraler Bahnhof mit einer ordentlichen „Park & Ride“-Anlage werden, für den es auch einen ordentlichen Zubringerverkehr geben solle, damit man die Region abdecken könne und nicht nur die nächsten Ortschaften, so Doskozil. ” burgenland.orf.at 28.9.2021

 

Aber wie profitiert unsere Gemeinde von dem großen Vorhaben, speziell wir als  Bevölkerung?

Ohne Tun kommt nix.
Fährt der Zug ohne uns WulkaprodersdorferInnen ab?

Bahnhof Wulkaprodersdorf, Bild Copyright ORF Burgenland

 

Unsere Gemeindevorständin Sabine Szuppin hat aufgrund der Medien-Berichte bei einer der letzten Gemeindevorstandssitzung gemeint: „Um als zentraler Verkehrsknotenpunkt die Vorteile bestens zu nutzen, müssen wir rechtzeitig unsere Interessen und Vorstellungen festlegen und mit den politischen Akteur/innen und Vertreter/innen des Landes kommunizieren. Nur dann können wir einen Profit als Standortgemeinde erzielen.“

Der Bürgermeister antwortete dazu, dass derzeit kein Handlungsbedarf besteht. Damit wird er – als offizieller Verteter Wulkaprodersdorfs – auch nicht das informelle Gespräch mit den handelnden AkteurInnen suchen. Gerade bei solchen Vorhaben, die weitreichende Auswirkungen auf unsere Gemeinde haben, wäre es aber wichtig, dass unser Bürgermeister am Ball / ‘Zug’ bleibt. Es geht um die zukünftige Entwicklung von Wulkaprodersdorf! Dabei sollte politische Gesinnung kein Hindernis sein.

 

Bleibt nur zu hoffen, dass der Zug nicht ohne uns WulkaprodersdorferInnen abfährt!

neue Ventus Züge der Raaberbahn, Bild Copyright MeinBezirk.at

 

Die UDW befürchtet, dass unsere Gemeinde – statt einen Nutzen aus dem Projekt zu ziehen – am Ende als Verlierer dastehen könnte.

Wir WulkaprodersdorferInnen sind es gewohnt, dass wir den Zug vor der ‚Haustüre‘ haben. Einen größeren Nutzen durch die optimale und noch schnellere Bahnverbindung in alle Verkehrsrichtungen bedeutet, dass wir uns mit wichtigen Themen auseinander setzen müssen, wie z. B.:
Verkehr: Zufahrtsregelung P&R, Verkehrsberuhigungen im Dorf, Durchzugsstraßen, Zubringermöglichkeiten, Kombination Rad/Bahn
Wirtschaft: Ansiedlung von Dienstleistungsbetrieben mit Bestanbindung an die Öffis, Schaffung von Gewerbeflächen, Vernetzung und PR der Nahversorger, Gastronomie und Weinbauern im Ort
Umwelt: Forcierung des Radverkehrs, Ausbau des Radwegenetzes mit Bahnnutzung, bessere Beschilderung, Temporeduzierung im Ortsgebiet und auf Landesstraße.

 

UDW-Wunsch:

Wulkaprodersdorf soll zentrale Drehscheibe sein und im  verkehrstechnischen, wirtschaftlichen, umweltrelevanten, kulturellen und freizeitmäßigen Geschehen der Region und des Landes mitmischen und profitieren.

Entsorgungsbetrieb Hackl – Plastikflug

Bevölkerung und Landwirtschaftsbetriebe fühlen sich durch den Plastikflug vom Entsorgungsbetrieb Hackl massivst belastet.

Durch Fotos ist dokumentiert, dass die Verschmutzung nicht nur Landschaft und private Gärten im näheren Umkreis beeinträchtigt, sondern auch bis zum Rückhalbebecken Wulka reicht. Die Verschmutzung durch Plastik stellt nicht nur eine Umweltverschmutzung dar, sondern auch eine Gesundheitsgefährdung.

aus dem Garten eines Anrainers

 

Das klein geschredderte Plastikmaterial liegt aber auch großflächig auf den Äckern und gelangt durch die Bearbeitung und über Futterpflanzen (z. B. Kleeacker für Tierfutter) bis in die Nahrungsmittelkette.

Die Fa. Hackl hat aufgrund der Beschwerden eine umfassende Flurreinigung durchgeführt. Nachdem wir in unserem Ortsbereich meist ein hohes Windaufkommen haben und der Plastikmüll ungeschützt über die Einfriedung des Betriebes ragt, hat diese Reinigung nur eine temporäre Wirkung.

Es ist die Aufgabe und die Verantwortung der Behörde (BH / Landesregierung) Gewerbebetriebe auf Sicherheit und Brandgefahr sowie Einhaltung der Auflagen zu prüfen.

Unsere Umweltgemeinderätin Grete Krojer hat es daher als ihre Aufgabe gesehen, bei den Behörden vorzusprechen, um eine Verbesserung und eine Lösung des Problems für die Bevölkerung zu erzielen.

Darüber hat sie dem Gemeinderat in der letzten Sitzung am 22. März 2022 berichtet und an den Bürgermeister appeliert, auch selbst als Gemeindevertreter sowohl mit dem Betrieb Hackl als auch mit der Behörde Gespräche zu führen, um eine rasche befriedigende Lösung für alle Beteiligten zu finden.