erschienen in der Ausgabe Nr. 47/ Juni 1999
Der
Umbau der Hauptstraße erfüllt in erster Linie den Zweck, die Verkehrssicherheit
in Wulkaprodersdorf zu erhöhen. Das Ziel ist es, den Straßenverkehr zu reduzieren,
die Geschwindigkeit zu verringern und damit die Sicherheit für FußgängerInnen
und RadfahrerInnen zu erhöhen.
In letzter Zeit häufen sich die Klagen von RadfahrerInnen, daß im neugestalteten Teil der Unteren Hauptstraße das Radfahren viel gefährlicher geworden sei. Die Fahrbahn sei zu eng, und man habe Angst vor den vorbeifahrenden Autos.
Die Straße wurde zwar als Gesamtes baulich verschmälert, trotzdem
ist die tatsächlich ausnutzbare Fahrbahnbreite jetzt grö
ßer
als vorher, weil die parkenden Autos auf einem eigenen zusätzlichen Streifen
untergebracht sind.
Bisher gab es zwischen diesen parkenden Autos ‘Buchten’, in die man als RadfahrerIn ausweichen konnte. Dadurch kam es aber immer wieder zu gefährlichen Situationen. Und zwar genau dann, wenn die RadfahrerInnen aus diesen ‘Buchten’ wieder herausfahren und sich in den fließenden Verkehr einordnen wollten. So bestand die Gefahr, daß RadfahrerInnen unvermutet vor einem Auto auftauchten.
Nehmen wir uns doch selbst einmal bei der Nase: Wenn wir mit dem Auto unterwegs sind, ärgern wir uns oft über die langsam „dahinzuckelnden“ RadfahrerInnen, um kurze Zeit später – nämlich wenn wir selbst mit dem Rad unterwegs sind – über die rücksichtslosen AutofahrerInnen zu schimpfen. Beide VerkehrsteilnehmerInnen müssen aufeinander Rücksicht nehmen.
Auch als RadfahrerIn haben Sie ein Recht auf die Benützung der Straße als gleichberechtigte/r TeilnehmerIn. Lassen Sie sich daher nicht von den AutofahrerInnen von der Straße verdrängen. Es ist sicherer, auf der Fahrspur zu bleiben. Dann muß bei Gegenverkehr das nachkommende Auto hinter Ihnen stehen bleiben. Beim Linksabbiegen muß man als RadfahrerIn zur Fahrbahnmitte fahren und ein Abbiegezeichen mit der Hand geben. Auch dann wird ein nachkommendes Auto stehen bleiben. Denn erst durch das Abdrängen an den rechten Fahrbahnrand entstehen die für die RadfahrerInnen gefährlichen Situationen.
von Richard Artner