Resolution

der Gemeinde Wulkaprodersdorf

Der Gemeinderat von Wulkaprodersdorf spricht sich einstimmig gegen den Weiterbau der A3 auf der Umfahrungsstraße Wulkaprodersdorf aus.

Begründung: Obwohl in unmittelbarer Nähe der Gemeinde Wulkaprodersdorf drei hochrangige Straßen (Umfahrungsstraße Wulkaprodersdorf, B50, S31) bestehen, hat unsere Gemeinde einen hohen Anteil an Durchgangsverkehr. Eine Verkehrsstromanalyse des Kuratoriums für Verkehrssicherheit hat festgestellt, dass auf der B16 durch die Gemeinde mehr als 4.000 Autos pro Tag fahren. 50% davon sind Durchgangsverkehr.

Der Ausbau der Umfahrung Wulkaprodersdorf und der bestehenden B16 zwischen Wulkaprodersdorf und Klingenbach zu einer Autobahn würde einen rasanten Verkehrsanstieg mit negativen Auswirkungen auf Wulkaprodersdorf haben. Eine Verkehrsverlagerung auf das niederrangige Straßennetz, welches durch bewohntes Siedlungsgebiet führt, ist zu befürchten.

Die Umfahrungen Klingenbach und Wulkaprodersdorf wurden gebaut, um die Lebensqualität in unseren Gemeinden zu verbessern. Die damit auch erreichte Verbesserung der Lebensqualität wird durch den Bau der Autobahn und einer neuen B16 zu Nichte gemacht.

Eine Autobahn unmittelbar neben unserer Gemeinde bedeutet:

Wir als GemeindevertreterInnen fühlen uns verpflichtet, die Lebensqualität unserer Menschen sicher zu stellen. Die Erhaltung der Lebensqualität und des Erholungsraumes sowie der Wohn- und Freizeitwert ist aus unserer Sicht vor wirtschaftliche Interessen zu stellen.

Unser Alternativvorschlag zum Weiterbau der A3 bis zum Grenzübergang Klingenbach ist die bestehenden Straßenquerschnitte bei zu behalten. Eine Abfahrt von der Umfahrungsstraße Wulkaprodersdorf auf die B50 und die Sicherstellung der Mautfreiheit auf der Umfahrungsstraße, würde die Gemeinde Wulkaprodersdorf entlasten. Jene VerkehrsteilnehmerInnen, die die Gemeinden Siegendorf, Zagersdorf und Wulkaprodersdorf als Abkürzung auf dem Weg zu ihrer Arbeit benützen, aber auch jene, die keine Autobahnvignette haben, würden mit dieser Maßnahme vermehrt auf der Umfahrungsstraße fahren und von dort auf die B50 abzweigen.

Die Gemeinde Wulkaprodersdorf führt derzeit gemeinsam mit der Landesregierung Rückbauarbeiten auf der B16 durch, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Eine wirksame Verkehrsreduktion ist aber mit dieser Maßnahme alleine nicht zu erwarten.

Mittlerweile haben sich fast 2000 Menschen aus den umliegenden Gemeinden (davon 900 aus Wulkaprodersdorf) gegen einen Autobahnausbau ausgesprochen, weil sie eine Verschlechterung ihrer Lebensqualität befürchten. Die GemeindevertreterInnen teilen diese Sorge und ersuchen die burgenländische Landesregierung den Weiterbau der A3 aus dem burgenländischen Gesamtverkehrskonzept herauszunehmen.