Suchtpräventionskonzept

für die Gemeinde Wulkaprodersdorf

von Sabine Ranocha und Sabine Szuppin

Alkohol ist in unserer Gesellschaft zunehmend ein Thema. Je nach Standpunkt und Blickwinkel wird Alkohol als Kulturgut, Nahrungsmittel, Wirtschaftsfaktor, Genussmittel, Medizin, Rauschmittel und als Volksdroge mit der mit Abstand größten Verbreitung und den größten Folgeschäden angesehen.

Zu den positiven und negativen Wirkungen des Alkohols zählen Stimmungsverbesserung, Verbesserung der sozialen Kontaktfähigkeit, Angstreduktion und Hemmungsabbau, Bewältigung von Langweile sowie Entspannung und Stressreduktion.

Jugendliche sind stärker gefährdet, körperliche, emotionale und soziale Schäden aufgrund ihres eigenen Alkoholkonsums oder wegen Alkoholkonsum Dritter zu erleiden.

Die Haupttrends der Trinkgewohnheiten junger Menschen sind zunehmende Alkoholerfahrung unter Kindern, stärkere Verbreitung mit hohen Risiken verbundenen Trinkverhalten und Rauscherfahrung sowie kombinierter Konsum von Alkohol und anderen bewusstseinsverändernde Substanzen.

Jugend und Alkohol

Quelle: Pressemappe „Mehr Spaß mit Maß“, Pressekonferenz v. 20.3.04, Bregenz

Medien und Märkte prägen Ansichten, Entscheidungen und Verhaltensweisen der Jugend immer stärker, durch aggressive Marketingtechniken sind Jugendliche immer mehr gefährdet.

Es ist daher eine bedeutende Gemeinschaftsaufgabe, die Gefahren des Alkohols für Kinder und Jugendliche zu verringern.

Insbesondere unter jungen Menschen ist das Bewusstsein über die Aufklärung des Alkohols zu schärfen und damit den bewussten Umgang mit Alkohol zu fördern („Trinkkultur statt Saufkultur“).

Ziel ist es, Sensibilität für das Thema „Maßvoller Umgang mit Alkohol“ bei möglichst vielen Menschen zu bewirken und ausreichende Informationen zu bieten. Dadurch soll das Wissen, die Einstellung und auch letztlich das Verhalten der Menschen im Dorf zum Problembereich Alkohol positiv beeinflusst bzw. verändert werden.

Keine Einzelmaßnahme sondern ein breites und koordiniertes Vorgehen soll die Basis schaffen. Institutionen, Vereine, Gastronomie und natürlich die Bevölkerungsgruppen sollen für Mitarbeit und Mitwirkung gewonnen werden.

Die Gemeinde könnte als soziale Organisation Verantwortung im Rahmen der gesundheitsfördernden Gemeinde für ihre Alkoholpolitik übernehmen und sich für die Umsetzung einsetzen. Dies ermöglicht eine höhere Akzeptanz bei den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen.

In diesem Rahmen könnten im Dorf folgende Aktivitäten und Maßnahmen angeregt werden und entstehen:

Gastronomie / Weinkost/ Vereinsfeste:

Veranstaltungen in der Gemeinde:

Projektbeispiele:

- 100€ Projekt:

In Weiz startete in enger Kooperation mit der Stadtgemeinde , der BH, der Pfarre, usw. ein Alkoholpräventionsprojekt, unter anderem das 100€ Projekt

– zum Inhalt: Vereine, Kindergarten, Schule, Initiativen, Einzelpersonen,.. sind aufgerufen eine Idee zum Thema Alkohol öffentlichkeitswirksam umzusetzen. Dies muss unter Einhaltung der formellen Richtlinien passieren : Konzept – Präsentation – Abschlussbericht; z.B.: Gesprächsrunde mit ehem. Alkoholiker, Film, Themenabend, Seminar, Fotopräsentation,....- bei Erfüllung der Kriterien gibt es 100€.

Ziel: Jugendliche sollen sich mit dem Thema intensiv auseinandersetzen.

- Aktion „Spass mit Maß“ :

Kostenlose Plakate zum Thema Alkohol – „Trink Dich nicht weg“ oder „Starke sagen Stopp“ usw.

Publikationen:

Kindergarten:

Volksschule:

Finanzen und Ressourcen:

Präventionsarbeit

bedeutet Verantwortung der Gesellschaft und eine langfristige Änderung der soz. Rahmenbedingungen, die sich natürlich nur mit zahlreichen Einzelmaßnahmen und über einen langen Zeitraum erreichen lassen. Der Alkoholkonsum muss als gesamtgesellschaftliches Phänomen problematisiert werden und nicht als Problem von Heranwachsenden und Randgruppen. Für Jugendliche müssen attraktive (Freizeit) Angebote geschaffen werden, die Spaß und (Ent) Spannung auch ohne Drogen ermöglichen.

Alle Bemühungen können letztlich nur darauf abzielen, dass möglichst viele Menschen zu einem verantwortungsbewussten und unproblematischen Umgang mit Alkohol finden.

Projekterarbeitung und -umsetzung

Erarbeitung eines Projektstrukturplanes.

Gründung einer Arbeitsgruppe (Experten, Interessierte, Vereinsobfrauen/männer, Jugendliche, Gemeinderäte), mit der Aufgabe zur Detailerarbeitung von Projekten u. Erstellung eines Zeitplanes für die Umsetzung der einzelnen Projekte.