Manuela’s Garteneck: Gute Zusammenarbeit oder “Die lieben Nachbarn”

Manuela’s Garteneck: DIE LIEBEN NACHBARN – MISCHKULTUREN

Von einer gemeinsamen Nachbarschaft kann man nur profitieren, egal ob sie innig oder neutral ist. Hauptsache es wird nicht “gestritten” !

Nicht anders ist es in der Pflanzenwelt. Bei den Gemüsepflanzen soll es regelrechte Freundschaften, aber auch Feinde geben. Und so pflanzt man, die, die harmonieren, weil sie sich gegenseitig helfen, zusammen ins Beet. Die Unterstützung der Pflanzen erfolgt entweder durch ihre Duftstoffe, Wurzelausscheidungen, Wasserspeicherung oder durch Schattierung und Standhilfe.

Minispitzkohl, Salat, Ringelblume

Ein schönes Beispiel aus meinen Mischkultur-Experimenten sind Karotte und Zwiebel. Karotten wollen es ja, zumindest anfangs, eher feucht – hingegen Zwiebeln mögen es lieber trockener. Darum war ich skeptisch. Da aber die Zwiebel durch ihre Duftstoffe die Karottenfliege vertreibt und ich endlich dieses Wurzelgemüse ohne Löcher ernten wollte, setzte ich die beiden eng zueinander in ein Beet. Und siehe da – es funktionierte. Seither wurzelten die beiden unzertrennlich nebeneinander.

Auch die Zwiebel soll angeblich von der Karotte profitieren, denn sie vertreibt die Zwiebelfliege. Möglicherweise stimmt das. Denn heuer pflanzte ich aus Platzgründen die Zwiebel zu den Erbsen. Nachbarn, die sich zwar nicht innig mögen, aber dulden. Auch gut – nur gegen die Zwiebelfliege wirkungslos….wie ich leider bei dem einen oder anderen Zwiebelgrün erkennen musste.

 

Borretsch

Also an dieser Zwiebel- Karotten-Liebe ist schon etwas dran. Auch Blumen oder Kräuter können tolle Nachbarn sein. So hilft zB. die Ringelblume gegen Nematoden und Drahtwürmer. Oder auch Borretsch, der Bienen anlockt und den Boden anreichert ist keinesfalls zu verschmähen ( zumal er auch wunderschön blüht und in der Küche nicht zu verachten ist). Hilfreich soll auch der Salbei sein, der durch seinen intensiven Geruch den Kohlweißling vertreibt.

Dennoch ist auch im Bereich Mischkultur nicht alles in Stein gemeißelt.

 

Mischkulturen sind zwar eine tolle Hilfe. Und außerdem ist ein Beet, dicht gereiht Freund an Freund, ja auch schön anzusehen. Aber es spielen natürlich auch viele andere Faktoren und Einflüsse ein Rolle. Nicht zu vergessen das Gartenglück, damit das Gemüse gut wachsen und gedeihen kann.

Dazu gibt es eine Geschichte:
Ein Blick in das Hochbeet meines Papas bescherte mir fast einen Herzstillstand- da standen Paradeiser und Erdäpfeln in Eintracht dicht nebeneinander. Es wirkte fast ein bisschen friedlich. Aber die Erfahrung, dass Paradeiser ohnehin anfällig für Krautfäule sind….und dann auch noch die Erdäpfeln, die ihre Blattkrankheiten über den Wind verteilen… nein das kann nicht gut ausgehen. Papa, die Ernte kannst du vergessen. ABER- gut is‘ gangen, nix is‘ g‘schehen. Keine nennenswerten Blatterkrankungen- die Ernte der beiden Starkzehrer war sogar ein ansehnlicher Erfolg.

 

Mischkulturscheibe

Vielleicht war es die günstige Witterung. Oder das vorbeugende Spritzen mit Schachtelhalmextrakt, das zwischen den schlechten Nachbarn für Ruhe sorgte. Einfach ausprobieren. Auch was den Abstand betrifft. Denn wie nah müssen die beiden stehen damit sie voneinander profitieren bzw. wie weit voneinander entfernt, damit sie sich nicht in die Wurzeln kriegen- ein Experiment bei dem man viel lernen kann.

Ich jedenfalls setze das nächste Mal wieder auf die Karotten-Zwiebel-Freundschaft.

Wenn ihr euch auch auf das Miteinander der Mischkultur einlassen wollt – z.b hier ( gartenjournal.net/mischkultur ) gibt es interessante Anregungen.

Übrigens es gibt auch eine tolle Beziehung zwischen Paradeiser und Brennesseln: Paradeispflanzen mögen es sehr, wenn man in das Pflanzloch einige frische, grob zerkleinerte Brennesselblätter gibt.

In diesem Sinne- grüner Daumen hoch 😉

Bis Bald
Manuela

 

P.S Demnächst geht es um Jauche & Kräuterauszug

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Naturraum Wulka – Rückhaltebecken

Naturraum Wulka  – Die Wulka als erlebbarer  Naherholungsraum.

2009 wurde als Ergebnis eines Dorfentwicklungsprojekts mit Bürgerbeteiligung ein Leitbild mit Zielen und Projektideen erarbeitet. Dieses Leitbild wurde im Gemeinderat einstimmig beschlossen und ist für zukünftige Entscheidungen verbindlich. Ein darin enthaltenes Ziele ist die Aufwertung der Wulka als Erholungs- und Naturraum. Mit der Fertigstellung der Rückhaltebecken Wulka kann eine dieser ZIELVORGABEN weiter umgesetzt werden:

1. Qualitätsvolle ökologische Nutzung als Naherholungsraum
2. Begegnungsstätte und Kommunikation
3. Förderung der Gesundheit (Freizeit, Erholung, Bewegung, Mobilität, Spielfläche, …)
4. Rastmöglichkeiten

 

Zielgruppe:
Gesamte Bevölkerung von WP und ‘Durchreisende’, junge und alte Menschen, Kinder, Hundebesitzer, Sportbegeisterte (Läufer, Radfahrer, …), Naturliebhaber

Maßnahmen, die aus Sicht der UDW gesetzt werden sollten:
1. Sitzgelegenheiten schaffen: pflegeleicht, witterungsbeständig,unter Baumschatten, Naturmaterialien: Steinplatten, Baumstamm, Holzpaletten,
2. Saubere Umwelt: Abfallbehälter, auch f. Hundegackerl
3. Fahrverbot und Absperrung der Zufahrt für PKW’s

In der letzten GR Sitzung wurde ein Wegeplan mit Beschilderung für die richtige Benutzung des Gebietes einstimmig beschlossen. Die UDW hat einen ergänzenden Plan für die Aufstellung von Bänken, Tischen, Abfallbehälter, …. eingebracht. Es ist uns schon seit Jahren ein großes Anliegen, dass Rastplätze im gesamten Ortsgebiet geschaffen werden. Die UDW hat daher auch selbst  lila Bankln im Dorf aufgestellt.

Lageplan des folgenden Wegeplans ‘RHB Wulka’

 

Der Wegeplan für das Gebiet RHB Wulka (aquaalta Dipl.Ing.Bodi) und unsere Ergänzungsvorschläge für Sitzgelegenheiten ua. (sie können in den Plan hineinzoomen oder ihn mit “Download” in einem gesonderten Fenster öffnen):

 

PKW-Kolonne im Rückhaltebecken:
Um ihren Hunden den Auslauf zu bieten, fahren HundebesitzerInnen bis zu den Wasserbecken im RHB. Dort bildet sich oft eine richtige PKWKolonne. Das behindert die anderen BenutzerInnen und auch die Fauna und Naturlandschaft.
Die UDW hat daher unter dem TOP ‘Hochwasserschutz – RHB Wulka’ beantragt, dass der Weg der an den beiden Rückhaltebecken vorbeiführt, für den PKW-Verkehr gesperrt wird.

 

Einige Etappen auf dem Weg zum Naherholungsraum – RHB Wulka

Dem Wegeplan sind schon viele Diskussionen im Gemeinderat vorangegangen und die Rampe auf den Damm ist schon mehrmals nachgebessert worden: zur Erinnerung.

 

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Manuela’s Garteneck: Sack-Erdäpfel

Liebe Hobbygärtner, liebe Hobbygärtnerinnen!

Bevor ich euch von meinem Experiment „Sack-Erdäpfeln“ erzähle, möchte ich darauf hinweisen, dass ich keinerlei Gärtnerei-Ausbildung habe. Ich berichte lediglich von meinen Erfahrungen. Ich schmökere gerne in Gartenbüchern oder hole mir auch so manchen Tipp aus den diversen Gartensendungen. Dann geht es ans Ausprobieren. Einiges überzeugte mich und manches wurde wieder verworfen.

Ich übernehme keine Gewähr 😉

Aber nun zu den angekündigten „Sack-Erdäpfeln“. Dabei handelt es sich um Erdäpfel, die ich in einem ausgedienten Erde-Sack angebaut habe:

Ich verwendete einen 70l Sack. In diesen habe ich einige Löcher geschnitten, damit das Gießwasser ablaufen kann. Dann krempelte ich den oberen Rand um. Als erstes habe ich klein geschnittene Zweige als Drainage hineingegeben. Man könnte aber auch Blähton verwenden. Danach folgte ein Gemisch aus Gartenerde, Kompost, etwas Hornspäne und Gesteinsmehl. Davon füllte ich so viel hinein, dass die Zweiglein ca 15cm hoch bedeckt waren. Jetzt verteilte ich, je nach Größe, 4-5 Erdäpfeln. Idealerweise sind sie schon vorgetrieben. Bessere Ergebnisse kann man mit Saatkartoffeln erzielen.

Danach wurden die Erdäpfeln mit Erde bedeckt und gegossen.

Sobald die ersten grünen Triebe etwa 15cm hoch sind, schüttete ich diese wieder bis zu den Triebspitzen mit Erde zu. Je nach Wuchsfortschritt rollte ich den Sack weiter auf um wieder Erde nachzufüllen….bis der Sack ziemlich voll war.

Standort: sonnig

Ernte: sobald das Erdäpfelgrün vergilbt. Mit dem Ernteergebnis war ich durchaus zufrieden. Durchschnittlich waren es ca. 4 Stück pro gesetzten Erdäpfel.

Vorteile dieser Anbau-Methode wie ich meine: sehr platzsparend- selbst ein Anbau auf dem Balkon ist damit möglich, ebenso ein früherer Anbau, da man bei Frostgefahr den Sack ins Wohnzimmer 😉 holen oder auch an eine schützende Hauswand stellen kann, und- leichte Ernte ohne verletzte Knollen.

Zu beachten: Regelmäßig gießen! Da sich der Sack von allen Seiten aufheizen kann, trocknet die Erde schneller aus. Düngen nicht vergessen! Ich verwendete: Brennesseljauche und in Wasser aufgelöstes Gesteinsmehl. Den Erdäpfelsack nicht in die Nähe von Paradeispflanzen stellen. Durch den Wind können Krankheiten übertragen werden.

Gegen den Kartoffelkäfer habe ich gute Erfahrungen mit Gesteinsmehl gemacht. Auf die feuchten Kartoffelblätter streue ich Gesteinsmehl. Ich habe gelesen, dass man auch den Kaffeesatz dafür verwenden kann. Nach dem nächsten Regen muss man das Prozedere wiederholen. Aber in den letzten beiden Jahren musste ich gar nicht zu solchen Maßnahme greifen, da es kein Problem mit diesen Tieren gab. Dennoch ist es wichtig die Augen nach diesen gestreiften Käfern und deren Larven offen zu halten. Denn angeblich können Kartoffelkäfer sämtliche Nachtschattengewächse vernichten.

Auch wenn ich es heuer mit einer Erdäpfelpyramide versuchen möchte, werde ich dennoch den einen oder anderen leeren Erdsack als Erdäpfelsack wiederverwerten. Nur diesmal mit Saatkartoffeln. Solltet ihr auch Lust auf einen ( oder mehrere ) Sack Erdäpfeln bekommen haben, wünsche ich euch schon jetzt eine erfolgreiche Ernte.

In diesem Sinne- grüner Daumen hoch 😉

Bis Bald
Manuela

 

PS:
Am 26.4. fand das 1. Gartenstammtisch-Treffen statt.
In gemütlicher und netter Runde wurden Tipps, Ideen und somanches Pflänzchen ausgetauscht.

Das nächste Stammtischtreffen findet am   17.5. um 16:30  wie gewohnt in der Feldgasse 4E statt.   Bei Regen wird das Treffen auf den 24.5. verschoben.

Demnächst berichtet Manuela über „Mischkulturen‘

 

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Manuela’s Garteneck

Wer mich ganz kennenlernen will, muss meinen Garten kennen,
denn mein Garten ist mein Herz 
(Herman Fürst von Pückler Muskau).

 

Meine Name ist Manuela Semeliker. Seit rund 20 Jahren ist Wulkaprodersdorf meine Heimat und seit ungefähr 10 Jahren zählt das „Garteln“ zu meinen größten Hobbys. Ein erfüllendes Hobby mit Erfolgen, aber auch so manchem Scheitern…..wenn ich dabei z.b an das unermüdliche Nachsetzen der Salatpflänzchen und an die ebenfalls unermüdlichen Schnecken denke…ich brauche wohl nicht erwähnen wer gewonnen hat…

Und- ja, ich habe schon so einiges zum Schutz der Pflänzchen ausprobiert….aber dazu ein andermal mehr.

Ich gartl naturnah.
Das heißt: Verzicht auf Pestizde, chemische Dünger, aber auch das Zulassen von wilden Ecken, Nutzung von Regenwasser, kompostieren, mulchen, etc.

Ich habe mich für diesen Weg der Gartengestaltung entschieden, weil ich es liebe, wenn Bienen und Hummeln um den blühenden Marillenbaum surren, Schmetterlinge herum schwirren, Vögel zwitschern und Igeln im Laubhaufen überwintern und sich nun an den Schneckeneier laben (hoffentlich). Aber natürlich auch aus kulinarischen Gründen….mag es Einbildung sein… aber Gemüse&Obst, aus ökologischbiologischer Erzeugung, schmeckt aromatischer. Ich freue mich schon sehr auf die eigene Paradeiserernte.

(c) Natur im Garten – Österreich

Seit 2018 hab ich es bunt auf Blech, dass mein Garten ein „Natur im Garten“ ist. Einst nur in NÖ – ist sie seit kurzem nun auch in Bgld. erhältlich. Natur im Garten – Burgenland (Volksbildungswerk)

Wer sich für dieses Zeichen des nachhaltigen Gärtnern – für die Natur im Garten – Plakette interessiert bzw. sich über das naturnahe Gartln ein Bild machen möchte, kann beim 1. Stammtischtreffen der Wulkaprodersdorfer Hobbygärtner/innen genaueres darüber erfahren.

Meine Garten-Erlebnisse und Erfahrungen gibt es regelmäßig in den UDW Blätter oder auch hier nachzulesen – zu finden in der Kategorie “Natur und Umwelt” oder unter dem Schlagwort “Garteneck”.

Ich wünsche allen ein schönes Gartenjahr!

In diesem Sinne- grüner Daumen hoch 😉
Manuela

 

PS:
In der nächsten UDW-Ausgabe berichtet Manuela von ihrem Experiment „Sack-Erdäpfeln‘, Dabei handelt es sich um Erdäpfel, die sie in einem ausgedienten Erde-Sack anbaut.

Es freut uns, dass Manuela ihre Ideen und persönlichen Tipps zum “Gartln” weitergeben möchte und zum Austausch von Erfahrungen einlädt. Eine Vorstellung der Idee hat schon stattgefunden. Das erste Gruppentreffen findet am Freitag, den 26. April um 16:30 Uhr in Manuelas Garten in der Feldgasse 4E statt. Bei Regenwetter wird der Termin um eine Woche auf den 3. Mai  verschoben.

 

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Flurreinigung 2019

Am Samstag den 6.4.2019, 9.00 – 12.00 findet die heurige Flurreinigungsaktion des Umweltausschusses Wulkaprodersdorf statt.

Es werden wie immer viele fleißige Helfer erwartet. Machen auch Sie mit bei der heurigen Aktion um unsere Natur und Umwelt sauber zu halten.