Regionale Gehölze für Ihren Garten

Heckentag 2017 –

Regionale Gehölze, die zum Standort passen, sind pflegeleichter und weniger anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Damit eine große Arbeitserleichterung für viele Gartenbesitzer. Weniger Pflanzenschutzmittel und keine Schädlingsbekämpfung!

wolliger Schneeball

Einige der regionalen Gehölzarten sind schon ziemlich selten.

Wenn Sie Heckentags-Pflanzen in Ihren Garten setzen, tragen Sie ein Stück zur Erhaltung der heimischen Gehölzvielfalt bei.

 

 

 

Viele der heimischen Gehölze bieten mit ihren Blüten und Früchten allerbeste Nahrung für unzählige Insekten und Vögel.

Für letztere stellen die stacheligen bzw. dornigen Exemplare wie Wildrosen, Berberitze und Schlehe auch wertvolle Nistplätze zur Verfügung. Sie tun also mit dem Kauf von Heckentags-Pflanzen nicht nur der Pflanzenwelt etwas Gutes, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag für die heimische Tierwelt.

 

Seit 29. Mai 2001 gibt es die  Regionale Gehölzvermehrung (RGV) in Niederösterreich als gemeinnützigen Verein.

Haselnuss

Ziel des Vereins Regionale Gehölzvermehrung ist es, gebietsheimische Wildgehölz-Arten zu vermehren und dafür zu sorgen, dass die Jungpflanzen in jenen Regionen wieder ausgebracht werden, aus denen sie ursprünglich abstammen. Das passiert einerseits über das allseits bekannte und beliebte Herbstevent, den NÖ Heckentag.

Zur besten Pflanzzeit im November gibt es günstige, wurzelnackte Sträucher und Bäume.

Der Heckenshop – www.heckentag.at – ist vom 01. September bis 18. Oktober geöffnet. Man bestellt per Internet und bekommt eine Bestellbestätigung. Mit dieser holt man dann  die bestellten Pflanzen am Heckentag – 11. November – am gewählten Abholort ab. Für unsere Region ist das Pitten.

 

Hainbuche

Es gibt genaue Pflanzanleitungen und viele Informationen zu den heimischen Pflanzen, sowie spezielle Pflanzpakete: Sichtschutzhecke, Schmetterlingshecke, 10-Jahreszeiten-Hecke, Kinderhecke,…

 

 

Übrigens: das Wildgewächs des Jahres 2017 ist die Berberitze!

Glyphosat: Vor EU Verbot oder neuer Zulassung?

Auch in Wulkaprodersdorf ist der Einsatz von Glyphosat Gesprächstoff. Verschiedene Anfragen aus der Bevölkerung, ob die Gemeinde Glyphosat verwendet, haben uns veranlasst, erneut beim Gemeindevorarbeiter  nachzufragen.

Vom Gemeindevorarbeiter W. Tullits wurde bestätigt, dass im gesamten Gemeindegebiet auf glyphosathaltige Spritzmittel zur Unkrautvernichtung  verzichtet wird.  Die Unkrautvernichtung der Gemeinde erfolgt durch Jäten oder sonstige händische Entfernung.

Wulkaprodersdorf verzichtet damit wie 311 Gemeinden in Österreich auf den Glyphosat Einsatz. Die UDW wird sich dafür einsetzen, dass dieser Verzicht auch durch einen Beschluss des Gemeinderates fixiert wird.

Glyphosat wird mit einer Reihe von gesundheitlichen Schäden in Verbindung gebracht. Die Verdachtsfälle reichen von Augen- und Hautreizungen (um nur Einige zu nennen) bis hin zu Krebserkrankungen. Im Freiraum von Städten und Gemeinden sollte der Einsatz dieses Herbizids grundsätzlich unterbleiben.

ExpertenInnen streiten jedoch über die Beweiskraft dieser Verdachtsfälle.  Unsere Gesundheit geht jedoch vor und sollte nicht einem Expertenstreit geopfert werden. Gerade die Gemeinden haben beim Verzicht auf Glyphosat Vorbildwirkung.

Aber auch der Einsatz in der Landwirtschaft wird mit vielfältigen Auswirkungen in Verbindung gebracht. Der Verdacht: Eine langjährige Anwendung von Glyphosat reduziert die Menge und Zahl der Arten von Bei- und Wildkräutern. Neben den Zielpflanzen nimmt Glyphosat aber auch Einfluss auf Böden und Kulturpflanzen. Es begünstigt die Resistenzbildung von Wildkräutern und eine sogenannte Entwicklung von ‚Superunkräutern’.

Nunmehr steht das Pflanzenschutzmittel – voraussichtlich im Herbst 2017 – vor einer neuerlichen Zulassung durch die EU. Der zuständige EU-Kommissar will eine weitere Zulassung um 10 Jahre vorschlagen. Er betont aber, dass die Kommission dies nur mit Zustimmung und Unterstützung einer  qualifizierten Mehrheit der Mitgliedstaaten umsetzen wird.  Frankreich und Malta haben sich bereits gegen eine Zulassung ausgesprochen.

Aber es gibt Alternativen zu Glyphosat – sowohl im Privatbereich als auch in der Landwirschaft (lesen Sie hiezu unsere Infos).

Naturnaher Garten

Ein naturnaher Garten ist voll Leben. Zahlreiche Tiere und Pflanzen können sich dort entfalten und finden Lebensraum. Er versorgt den Menschen mit gesundem Obst und Gemüse.

Er braucht wenig Wasser. Kompost schließt als natürlicher Dünger den Kreislauf. Synthetische Mittel wie Pestizide, Pflanzenschutzmittel und Mineraldünger sind völlig überflüssig und oft giftig. Im naturnahen Garten wachsen viele heimische, robuste Gehölze, die zum Standort passen.

Krankheiten und Schädlinge spielen kaum eine Rolle und regulieren sich meist von selbst oder sind mit einfachen, natürlichen Methoden im Zaum zu halten. Ein Naturgarten bietet vielfältige Strukturen und Lebensräume für Nützlinge. Zugleich schenkt er den Menschen Abwechslung und Entspannung.

 

Ein Garten für Tier und Mensch

Es gibt viele Wege, Ihren Garten in eine Oase der Vielfalt zu verwandeln. Als erste Herausforderung gilt es, den inneren Ordnungstrieb zu hinterfragen und geduldig zuzulassen, dass sich im Garten ohne eigenes zutun eine reiche Pflanzen- und Tierwelt entwickelt. Es reicht, wenn Sie in Ihrem Garten unterschiedliche Strukturen schaffen, sich dann zurück lehnen und die Natur wirken lassen.Sie werden erstaunt sein, wie vielfältig, abwechslungsreich und harmonisch sich Ihr Garten entwickelt. Strukturen fördern die Vielfalt Wenn Sie in Ihrem Garten „vielfältiges Leben“ schaffen wollen, dann gestalten Sie unterschiedliche Lebensräume.

 

Dies kann mit folgenden Garten-Elementen erreicht werden:

Gartenteich:

Ein naturnaher Gartenteich ist schön anzusehen und bereichert jeden Garten. Er bietet Lebensraum für eine vielfältige Fauna und Flora.

 

 

 

 

Trockensteinmauer:

Steinhaufen in sonnigen Lagen oder grob geschichtete Trockensteinmauern sind der optimale Aufenthalts- und Brutplatz für Zauneidechsen und seltene Wild-Bienenarten.

 

 

 

Altholz und Insektenhotel: 

Holzstapel, Asthaufen, Altbäume. Erlaubt es der Platz, kann durch die Schichtung von Holzblöcken oder Ästen ein zusätzlicher Lebensraum geschaffen werden. Auch Reste von Altbäumen können zumindest als Stümpfe, ev. mit Efeubepflanzung, im Garten verbleiben. Der prächtige Hirschkäfer ist auf Totholz der Eiche angewiesen, Igel nutzen Asthaufen auch als Überwinterungsquartier.

Komposthaufen: Der Komposthaufen ist ein unverzichtbares Element im Naturgarten. Mit ihm schließt sich der Nährstoffkreislauf des Gartens. Er stellt eine üppige Nahrungsquelle für zahlreiche Tierarten dar. Die Abbauwärme der Organismen schafft zudem auch für überwinternde Insekten günstige Bedingungen. Wichtig ist, dass der Komposthaufen direkten Kontakt mit dem Boden hat, damit die Bodentiere ungehindert einwandern können.
Nisthilfen: Vögel, Fledermäuse und auch Gartennützlinge wie Igel oder Florfliege können durch diverse Nisthilfen gefördert werden. Diese Hilfen ersetzen natürliche Nistmöglichkeiten, die in übergepflegten, strukturlosen Landschaften fehlen.

Keine Spritzmittel einsetzen: Der Verzicht auf chemische Giftstoffe ist für einen Garten der Vielfalt selbstverständlich. Dadurch werden Insekten und Kleintiere geschützt, es gelangen keine Giftstoffe in die Nahrungskette. Insekten bilden die Nahrungsgrundlage für höhere Tiere wie z.B. Vögel oder Igel. Je mehr Nahrung vorhanden ist, desto mehr Tiere können Ihren Garten als Brutplatz oder als Futterquelle nutzen.