Umweltausschuss

Obfrau Grete Krojer, Umweltgemeinderätin:
In den letzten Wochen hat der Umweltausschuss drei Veranstaltungen organisiert.

1. Re-Use-Tag:  Verwenden statt Wegwerfen. Eine gemeinsame
Aktion mit dem Burgenländischen Müllverband und dem Caritas-
Projekt Carla. Die Wulkaprodersdorferinnen und Wulkaprodersdorfer
haben sich zahlreich beteiligt und haben ihre Sachen zu Hause
aussortiert, die andere Menschen noch brauchen können. Der Carla-
Bus war schnell gefüllt. Es soll daher in diesem Jahr noch einmal
einen Re-Use-Tag geben. Die „Carla“ in Eisenstadt freut sich
aber auch das ganze Jahr über Sachspenden.

2. Flurreinigung: Am 25.März fand die jährliche Flurreinigung
statt. Viele fleißige Helferinnen und Helfer und vor allem viele
Kinder machten es möglich, dass die Flurreinigung so erfolgreich
durchgeführt werden konnte. Den Abschluss bei Gulasch und Würstel
im Offenen Klassenzimmer hatten dann alle sehr genossen. Ein
herzlicher Dank an ALLE, die bei der Müllsammlung geholfen haben
und die mithelfen die Natur und Umwelt sauber zu halten.

3. Obstbaumschnittkurs: Auch heuer wurde der Obstbaumschnittkurs
mit Kathrin Hausmann wieder sehr gut angenommen.

Feinstaub

Laut einer Studie der Europäischen Umweltagentur vom November 2016 sterben In Österreich 20 x so viele Menschen durch Luftverschmutzung (8.200 pro Jahr) wie durch Verkehrsunfälle (ca. 400 pro Jahr).

Feinstaub: Die unsichtbare Gefahr
Man sieht, riecht und hört ihn nicht – den Feinstaub. Und doch sterben
in Österreich jährlich rund 8.200 (!) Personen an den Folgen von Feinstaub.
Darüber hinaus verringert Feinstaub die Lebenserwartung
um bis zu 17 Monate. Im Burgenland reduziert sich die Lebenserwartung durch den Feinstaub um ca. 9 Monate!!!  Einer der Hauptverursacher von Feinstaub ist der Autoverkehr (neben dem Hausbrand und der Industrie).

Feinstaub: Was ist das eigentlich?
Es gibt den gröberen Feinstaub (PM 25) und den feineren (PM 10). Der gefährlichere von beiden ist der PM 10. Er hat zum Teil so kleine Partikel, dass diese über die Atmung in die Lunge gelangen können. Dies wiederum kann verstärkt zu Atemwegs- und Herz/Kreislauferkrankungen führen. Davon besonders betroffen sind vor allem Kleinkinder und ältere Menschen.

Fakten zum Thema Feinstaub: Seitens der EU gibt es Grenzwerte für Feinstaub. Bei Überschreiten dieser Werte besteht auf alle Fälle Gefahr für die Gesundheit. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind diese Grenzwerte viel zu hoch angesetzt und sollten um die Hälfte reduziert werden. Was aber nicht passiert. Im Klartext heißt das wiederum, dass voraussichtlich schon bei weniger Feinstaubbelastung eine akute Gesundheitsgefährdung gegeben ist.

Auswirkung Feinstaub: Ursache für die hohe Feinstaub- und Abgasbelastung in Wulkaprodersdorf ist die Tallage an der Wulka. Sie führt zu einer Inversionswetterlage und damit zu einer Ansammlung von Schadstoffen. Die Schadstoffe ziehen nur sehr schwer in Richtung Neusiedler See ab.
Die Expert/innen warnen vor der Errichtung einer Barriere (Lärmschutzwand), weil diese den Abzug von Feinstaub und Abgasen unmöglich macht.  Wulkaprodersdorf hat bereits eine Damm-Barriere von 6m beim Autobahnzubringer WP. Eine Schallschutzmauer mit zusätzlichen 4m Höhe ergibt eine Barriere von 10 Metern. Der Feinstaub und die Abgase bleiben dann in Wulkaprodersdorf wie in einem See liegen! Bei Inversionswetterlagen schichtet sich die kalte Luft am Boden und bildet schadstoffreiche Kaltluftseen, ein Damm verhindert zusätzlich noch den Luftabfluss.
Wulkaprodersdorf hat in der kalten Jahreszeit schlechte Belüftungsverhältnisse und leidet an den Emissionen der eigenen Heizungsanlagen, wie Messungen belegen. Diese Verhältnisse wirken sich auch sehr negativ auf Landwirtschaft und Gesundheit aus!

Ca. 30% des Feinstaubes in Österreich kommen vom Autoverkehr – vor allem von Dieselfahrzeugen, Brems- und Straßenabrieb und von Staubaufwirbelungen. Der Nordosten Österreichs ist besonders vom Feinstaub betroffen. Das gesamte Burgenland wurde auf Grund der Feinstaubproblematik zum Luftsanierungsgebiet erklärt.
In Wulkaprodersdorf gab es in den Jahren 2012 – 2014 Luftmessungen durch das Land Burgenland, die starke Überschreitungen des Grenzwertes bis zu 25x im Jahr ergaben. Diese Messstelle wurde im Juli 2014 (nach bereits 20 Überschreitungen im 1. Halbjahr!!) wieder abgebaut.
Mit dem Ausbau der A3 ist mit einer deutlichen Zunahme der Feinstaubbelastung zu rechnen.

Flurreinigung

Am 25.März fand die jährliche Flurreinigung statt. Viele fleißige Helferinnen und Helfer und vor allem viele Kinder machten es möglich, dass die Flurreinigung so erfolgreich durchgeführt werden konnte. Den Abschluss bei Gulasch und Würstel im Offenen Klassenzimmer haben dann alle sehr genossen. Ein herzlicher Dank an ALLE, die bei der Müllsammlung geholfen haben und die mithelfen die Natur und Umwelt sauber zu halten.

Verwenden statt Wegwerfen

Gemeinsam mit dem Umweltausschuss organisierte der Burgenländische Müllverband Anfang 2017 in Wulkaprodersdorf einen RE-USE-TAG.

Dieser war sehr gut besucht und der RE-USE Sammelbus schnell gefüllt. Die wiederkehrende AKtion steht unter dem Motto:

Haben SIe Geschirr, Gläser, Bilder, Zier und Kunstgegenstände, Geschenks artikel, Kinderartikel, Spielzeug, Sport- und Freizeitgeräte, Klein-Elektrogeräte, die in Ordnung sind und nicht mehr gebraucht werden?

Nicht wegwerfen, sondern an den RE-USE Tagen zur Altstoffsammelstelle Wulkaprodersdorf  bringen! 

Damit wird das Caritas-Projekt Carla unterstützt und die Umwelt entlastet!

Naturnaher Garten

Ein naturnaher Garten ist voll Leben. Zahlreiche Tiere und Pflanzen können sich dort entfalten und finden Lebensraum. Er versorgt den Menschen mit gesundem Obst und Gemüse.

Er braucht wenig Wasser. Kompost schließt als natürlicher Dünger den Kreislauf. Synthetische Mittel wie Pestizide, Pflanzenschutzmittel und Mineraldünger sind völlig überflüssig und oft giftig. Im naturnahen Garten wachsen viele heimische, robuste Gehölze, die zum Standort passen.

Krankheiten und Schädlinge spielen kaum eine Rolle und regulieren sich meist von selbst oder sind mit einfachen, natürlichen Methoden im Zaum zu halten. Ein Naturgarten bietet vielfältige Strukturen und Lebensräume für Nützlinge. Zugleich schenkt er den Menschen Abwechslung und Entspannung.

 

Ein Garten für Tier und Mensch

Es gibt viele Wege, Ihren Garten in eine Oase der Vielfalt zu verwandeln. Als erste Herausforderung gilt es, den inneren Ordnungstrieb zu hinterfragen und geduldig zuzulassen, dass sich im Garten ohne eigenes zutun eine reiche Pflanzen- und Tierwelt entwickelt. Es reicht, wenn Sie in Ihrem Garten unterschiedliche Strukturen schaffen, sich dann zurück lehnen und die Natur wirken lassen.Sie werden erstaunt sein, wie vielfältig, abwechslungsreich und harmonisch sich Ihr Garten entwickelt. Strukturen fördern die Vielfalt Wenn Sie in Ihrem Garten „vielfältiges Leben“ schaffen wollen, dann gestalten Sie unterschiedliche Lebensräume.

 

Dies kann mit folgenden Garten-Elementen erreicht werden:

Gartenteich:

Ein naturnaher Gartenteich ist schön anzusehen und bereichert jeden Garten. Er bietet Lebensraum für eine vielfältige Fauna und Flora.

 

 

 

 

Trockensteinmauer:

Steinhaufen in sonnigen Lagen oder grob geschichtete Trockensteinmauern sind der optimale Aufenthalts- und Brutplatz für Zauneidechsen und seltene Wild-Bienenarten.

 

 

 

Altholz und Insektenhotel: 

Holzstapel, Asthaufen, Altbäume. Erlaubt es der Platz, kann durch die Schichtung von Holzblöcken oder Ästen ein zusätzlicher Lebensraum geschaffen werden. Auch Reste von Altbäumen können zumindest als Stümpfe, ev. mit Efeubepflanzung, im Garten verbleiben. Der prächtige Hirschkäfer ist auf Totholz der Eiche angewiesen, Igel nutzen Asthaufen auch als Überwinterungsquartier.

Komposthaufen: Der Komposthaufen ist ein unverzichtbares Element im Naturgarten. Mit ihm schließt sich der Nährstoffkreislauf des Gartens. Er stellt eine üppige Nahrungsquelle für zahlreiche Tierarten dar. Die Abbauwärme der Organismen schafft zudem auch für überwinternde Insekten günstige Bedingungen. Wichtig ist, dass der Komposthaufen direkten Kontakt mit dem Boden hat, damit die Bodentiere ungehindert einwandern können.
Nisthilfen: Vögel, Fledermäuse und auch Gartennützlinge wie Igel oder Florfliege können durch diverse Nisthilfen gefördert werden. Diese Hilfen ersetzen natürliche Nistmöglichkeiten, die in übergepflegten, strukturlosen Landschaften fehlen.

Keine Spritzmittel einsetzen: Der Verzicht auf chemische Giftstoffe ist für einen Garten der Vielfalt selbstverständlich. Dadurch werden Insekten und Kleintiere geschützt, es gelangen keine Giftstoffe in die Nahrungskette. Insekten bilden die Nahrungsgrundlage für höhere Tiere wie z.B. Vögel oder Igel. Je mehr Nahrung vorhanden ist, desto mehr Tiere können Ihren Garten als Brutplatz oder als Futterquelle nutzen.