Die Situation in Österreich: Der Verkehr fordert in Österreich jährlich rund 1.4OO Tote (das entspricht etwa der Einwohnerzahl von Schützen am Gebirge) und rund 6O.OOO Verletzte (zusammen etwa die Einwohnerzahl der Bezirke Mattersburg und Güssing).
Im Durchschnitt wird jede/r zweite ÖsterreicherIn im Laufe seines/ihres Lebens bei einem Verkehrsunfall verletzt. Jedes fünfte Kindergrab ist auf den Verkehr zurückzuführen (Quelle: Kuratorium für Verkehrssicherheit, Unfallstatistik).
Es geht also darum, nicht Schikanen gegen Autos zu errichten, sondern den Verkehr menschengerecht abzuwickeln: Maßstab müssen die schwächsten VerkehrsteilnehmerInnen - Kinder sowie alte und gebrechliche Menschen - sein: kindergerechter Verkehr anstatt verkehrsgerechte Kinder!
Die Verkehrswege sollen die Funktionen zurückerhalten, welche Dorfstraßen
jahrhundertelang innehatten: Aufenthalts- und Wirtschaftsräume und Orte
der Kommunikation.
Eine entsprechende Gestaltung von Straßen kann entscheidend zur Sicherheit
der FußgängerInnen und RadfahrerInnen beitragen und auf die Bedürfnisse
der BewohnerInnen Rücksicht nehmen. Es wird auch in Wulkaprodersdorf notwendig
sein, unsere Ortseinfahrten und betroffene Straßen baulich zu verändern.