Sie kennen diesen Spruch? Traurig, nicht wahr? Aber wahr! Wahrer ist, dass es noch schlimmer kommen kann, nämlich: Wenn einer alle Pflichten hat und trotzdem keine Rechte! Das soll´s nicht nur geben, sondern das gibt´s sehr wohl! In Wulkaprodersdorf zum Beispiel! Da leben einige, denen es so geht.
Die Rede ist von die Zuagrasten. Die haben nur Pflichten, sprich: sie dürfen sämtliche Gemeindeabgaben leisten, haben aber kein Recht, bei Wahlen ihre Meinung kundzutun.Sie leben zwar oft schon jahrelang in Wulkaprodersdorf, zahlen Kanalgebühren und all die anderen Kommunalsteuern wie die anderen, die halt noch zusätzlich einen österreichischen Staatsbürgerschaftsnachweis besitzen und dann, dann dürfen sie alle Wahljahre wieder ....NIX!
Es mag schon sein, dass einige von ihnen größere, existenzielle
Probleme haben, aber das darf wohl keine Ausrede sein,
ihnen
die Möglichkeit auf politische Meinungsäußerung zu verweigern!
Angesteckt vom Kärntner Anarchie Virus, wächst im Kopf folgende fieberwahnige Idee:
Was wäre, wenn alle Wulkaprodersdorfer Zuagrasten, die seit der letzten Gemeinderatswahl in unserem Dorf wohnsitzgemeldet sind, kommenden Herbst einfach mitwählen? Zugegeben, das wäre zwar nicht gesetzeskonform .... Aber sonst?
Das große Chaos würde wohl nicht ausbrechen, anomische Zustände
wären kaum zu befürchten, und ob in Wulkaprodersdorf dann 20
30 Personen mehr wahlberechtigt sind, kann dem Land Burgenland und dem Bund
ziemlich Blunzn sein.Wer Pflichten hat, sollte auch Rechte haben!
Bleibt nur die Frage, was Blunzn auf Kärntnerisch heißt,
und die Hoffnung, dass dieses Virus bald vergeht.