Zwei Zentralbahnhöfe für das Burgenland

In der Podiumsdiskussion Unique talk am Montag 17.6.2019 im Ringturm der Wiener Städtischen mit den drei Landeshauptleuten Johanna Mikl-Leitner,  Michael Ludwig und Hans Peter Doskozil wurden wichtige Themen der Ost Region besprochen.

Ein Thema war auch der Verkehr und jene 270.000 Wien Pendler, die täglich aus dem Umland in die Bundeshauptstadt pendeln (Beitrag: Kurier 19.6.2019).

Landeshauptmann Doskozil  brachte eine neue Idee für das Burgenland in diese Diskussion ein. “Zwei Zentralbahnhöfe” für das Burgenland. Damit möchte er in den nächsten Jahren den Pendlerverkehr beschleunigen und gleichzeitig durch die Verlagerung auf die Schiene umweltfreundlicher gestalten.

“Zentrale Verkehrsknotenpunkte” im Norden und Süden des Landes sind Doskozils neuer Denkansatz für Wien – Pendler. Als Standorte im Norden sind die Bezirke Eisenstadt, Mattersburg und Oberpullendorf im Gespräch. Die seit Jahren geplante Bahnschleife Eisenstadt (Wulkaprodersdorf) erhält damit eine neue Dimension.

erstellt von: Wolfgang Reisner                                                             Aufrufe bisher: 68

 

Zeitung April 2018

Wenig Geld und immer größer werdende Aufgaben. Die UDW steht für Unser Dorf Weiterentwickeln. Darum drängen wir schon seit Jahren auf ein gemeinsames ÜBERPARTEILICHES Konzept zur vorausschauenden Planung und koordinierten Dorfentwicklung.

Nur dadurch lassen sich bei ohnehin kappen Ressourcen teure Fehler vermeiden – einige Schlaglichter Rampe auf den RHB – Damm, Naherholungsgebiet mit Wegesystem und Verbotsschildern ….

Unter diesem Hauptthema steht unsere neue Zeitung April 2018:

  • anstehender Kindergartenzubau,
  • renovierungsbedürftiges Gemeideamt,
  • fehlende Bauplätze für junge WulkaprodersdorferInnen – Schaffung von Bauplätzen WOHNEN IN WULKA
  • fehlende Bildungs- und Mehrzweckeinrichtungen,
  • Naherholung – Rückhaltebecken Wulka, Wegesystem mit Verbotsschildern?
  • fehlende Betreuungsplätze für ältere Menschen,
  • geplante Verkehrsbauvorhaben – Bahnschleife und Ausbau A3
  • und viele weitere Aufgaben die anstehen

“Ohne Zustimmung der Gemeinden keine A3 Verlängerung”

 


Die UDW informiert – aus den Medien für Sie zusammengestellt:


Am 22.2.2018 konnte man in verschiedenen Print- und Onlinemedien lesen. Für Verkehrslandesrat Doskozil kommt eine Verlängerung der A3 ohne die Zustimmung der Anrainergemeinden: Großhöflein, Klingenbach, Müllendorf, Siegendorf, Wulkaprodersdorf und Zagersdorf für das Land Burgenland nicht in Frage.

 

Auch zum geplanten Bahnschleifenprojekt wird Landesrat Doskozil durch die Medien zitiert:  “Die Interessen von Wulkaprodersdorf sind gerechtfertigt. Man kann sicherlich eine Lösung finden und ich gehe davon aus, dass dies noch im ersten Halbjahr geschieht.” Doskozil weiter: “Ich habe das mit der ÖBB herausverhandelt. Das heißt konkret, es wird keine zusätzliche Park & Ride-Anlage in Wulkaprodersdorf gebaut.“ (meinbezirk.at 22.2.2018)

Am 24.2.2018 antwortet die Landes FPÖ durch Landesrat Petschnig zur A3 Verlängerung:  Die ASFINAG stimme “jeden Aspekt dieses Projekts mit dem Land, den Gemeinden und der Bevölkerung ab”. Und weiter: “So gesehen verstehe ich die Wortspenden der Kollegen Doskozil und Eisenkopf in Richtung von Bundesminister Hofer nicht, der ausschließlich an einer Verbesserung der Infrastruktur (…) interessiert ist.”(kurier.at 24.2.2018).

Lesen Sie mehr unter:

www.meinbezirk.at “A3-Verlängerung: Doskozil stellt Bedingungen, ÖVP will Volksbefragung, und Hinweise zur Causa Bahnschleife”
burgenland.orf.at  A3-Verlängerung: Land stellt Bedingungen”
www.bvz.at “Kein Ausbau ohne Gemeinden”
www.kurier.at Petschnigs Kritik an Doskozil A3 Stellungnahme beim Antrittsbesuch BM Hofers in Pinkafeld Blasmusik und viele Blumen für Pinkafeld-Minister”

 

Bahngipfel nach Bahnschleifen Protest?

An der Demonstration der BIB Wulkaprodersdorf  am 5.2.2018 beteiligten sich 300 – 400 Teilnehmer! Die Polizei sperrte ab 15:00 das Demonstrationsgebiet (die um diese Zeit stark frequentierte B50 und B16) und leitete den Verkehr um. Die Demonstration war von 15:30 bis 18:00 auf dem Straßenverlauf des zukünftigen Kreisverkehrs angesetzt worden.

Es ist traurig, dass wir zu solchen Mitteln greifen müssen, wir sind keine Freunde von Demonstrationen.” sagte Richard Hermann Sprecher der BIB zu den Teilnehmern.

 

Aber die Protestaktion der Bürgerinitiative ist ein Aufschrei mit dem wir auf unsere Probleme aufmerksam machen müssen.  Alle Gespräche mit Politikern und Verantwortlichen sind leider gänzlich erfolglos geblieben.

Was waren die Gründe für die Veranstaltung:
Viele Teilnehmer sehen weitere Einschränkungen ihrer Lebensqualität durch Lärm und Abgase auf sich zukommen und Grundstückseigentümer und Landwirte sind mit der Zerstörung von 250 Hektar Ackerland konfrontiert.

Oberflächlich betrachtet erscheint der Protest gegen ein Bahnprojekt widersinnig, wenn man gegen Lärm und Autoabgase protestiert. Er wird jedoch verständlich, wenn man die Argumente der Demonstrationsteilnehmer anhört:

Die ÖBB plant mit der Bahnschleife einen neuen Kreisverkehr auf der B50 (1) in ca. 8 Meter Höhe (zum jetzigen Niveau). Dieser führt über die neue Bahntrasse und hebt die B50 (4) und die B16 (5) über die Bahn.  Er bedeutet für die täglichen Nord-Süd Pendler eine neue Stop&Go Stelle zwischen Mattersburg und Eisenstadt und für die Anrainer  zusätzlichen Lärm und Abgase, aufgrund der exponierten Hochlage der stark befahrenen B50 und B16 werden diese noch weiter in Richtung Ortskern getragen.

Das ÖBB Projekt geht ausschließlich über Wulkaprodersdorfer Hotter und sieht eine neue Haltestelle Wulkaprodersdorf Nord (3) und eine weitere Park&Ride Anlage (2) mit 120 Stellplätzen für Bahnumsteiger aus der Landeshauptstadt und der näheren Umgebung vor.

ÖBB Bauvorhaben Bahnschleife

Durch die Lage der Bahntrasse befürchten die betroffenen Landwirte neben der Ackerlandzerschneidung auch eine negative Einflussnahme auf das in den letzten Jahren entstandene Drainagesystem für Wulkaprodersdorf (Alternativplan Wulkaprodersdorf Vergleich ÖBB).

Wie sieht die aktuelle Verkehrssituation Wulkaprodersdorf aus? Ein Betroffener beschreibt es auf einer Medien Online-Seite folgendermaßen: “Wulkaprodersdorf ist die einzige Gemeinde im Burgenland, die mit einer solchen Verkehrssituation konfrontiert ist! Rund um das Siedlungsgebiet gibt es die B16, B50, S31 den A3 Zubringer und jetzt eine kommende Bahnschleife ….  Die Landeshauptstadt will eine direkte Anbindung nach Wien, na dann bitte baut sie auf Eisenstädter Hotter!”

Zur Veranschaulichung: Die B50 führt ganz nahe am Wulkaproderdorf Wohngebiet vorbei, die B16 bringt über die Wienerstraße täglich die ungarischen Grenzpendler nach Wien, der A3 Zubringer begrenzt die Ortschaft im Osten, die Wulka im Süden :

Verkehrssituation Wulkaprodersdorf 2018

Durch die Tallage an der Wulka werden Inversionswetterlagen in Wulkaprodersdorf mit der Ansammlung von Luftschadstoffen besonders begünstigt (lesen Sie unseren Beitrag zum Feinstaub).

Unverständnis zeigen die Vertreter der Bürgerinitiative daher vor allem für die sture ‘jetzt erst Recht ‘ Einstellung der Verantwortlichen. Langjährige Gespräche zwischen der Gemeinde und der ÖBB sowie dem Land blieben ohne Ergebnis. Die Gemeinde und die Bürgerinitiative haben dabei die von allen politischen Parteien in Wulkaprodersdorf getragenen Alternativen zum ÖBB Projekt aufgezeigt. Sogar Planungen zu diesen Alternativen wurden auf eigene Kosten durchgeführt. Die Einstellung der Betroffenen war dabei auf lösungsorientierte Alternativen und nicht auf grundsätzzlichen Widerstand gerichtet. Alle Vorschläge wurden jedoch abgewiesen oder blieben ungehört.

Doch die Demonstranten betonen nach wie vor nicht grundsätzlich gegen Bahnlösungen oder gegen den öffentlichen Verkehr zu sein. Im Gegenteil, gerade der Ausbau des öffentlichen Verkehr kann die angespannte Verkehrssituation in Wulkaprodersdorf lindern helfen. “Das Geld in der Höhe von  22-27 Million Euro  für 2-4 Minuten Fahrzeitgewinn – soviel bringt diese Bahnschleife – kann aber sinnvoller verwendet werden”, mein ein Bahnfahrer.

Leider wurden in den letzten Jahren weitaus bessere und in die Zukunft gerichtete Lösungen immer wieder verschoben und blockiert.  Beispiele sind die große Bahnschleife Müllendorf, kürzere Taktung und mehr Züge über Neusiedl, ein Ausbau der Ebenfurter Schleife bzw. der Pottendorfer Line (würde 45 Minuten Zeitgewinn bringen) und weitere.

Vergleich große Bahnschleife Eisenstadt

Richard Hermann Sprecher der BIB meint: “Vonseiten der Landespolitik fühlen wir uns im Stich gelassen, denn niemand scheint zuständig zu sein, ÖBB und Asfinag sind zuständig, aber es gibt niemand von seiten des Landes der sich kümmert.” Und ein viel größeres Projekt droht am anderen Dorfende von Wulkaprodersdorf. Die demnächst zu entscheidende Verlängerung der Autobahn A 3 zur ungarischen Grenze (Medienberichte: bvz 17.1.2018 , ungarnheute 18.1.2018, leserbrief meinbezirk 7.2.2018 ).

In Sellungnahmen des Landes zum Bahnprojekt wird die Zuständigkeit der ÖBB und des Bundes betont und darauf hingewiesen, dass nur die Gemeinde und nicht das Land Parteistellung hat. Das Land beteiligt sich an diesem Vorhaben mit 20% der Kosten im Rahmen der von der ehemaligen rot-schwarzen Landesregierung beschlossenen Gesamtverkehrsstrategie. burgenland orf (30.1.2018)

Nach wie vor fehlt jedoch ein auf die Zukunft gerichtetes gesamtheitliches Verkehrskonzept für das Burgenland. Es sollte innovativ, mutig und nachhaltig sein und auch auf die Sorgen der Anrainer eingehen.

In den Medien ist als Reaktion auf die Bürgerproteste zu lesen,  dass sich der neue Verkehrslandesrat Hans-Peter Doskozil um die Causa Bahnschleife kümmern möchte und das Gespräch mit Minister Hofer suchen wird. Kommt es nun zu einem Bahngipfel?  Bericht auf kurier.at (7.2.2018, Bahngipfel?)

Einige Medienberichte zur BIB Aktion gegen die Schleife:
burgenland orf (5.2.2018)
kurier chronik (5.2.2018, Demo)
bvz online (5.2.2018, Demo)
meinbezirk (30.1.2018, Polit Hick-Hack)
krone (30.1.2018, Hofer – Infrastrukturprojekte)
derstandard (5.2.2018, Demo)
ccm-tv (bildbericht, langer aber guter Überblick zu den Belastungen Wulkaprodersdorfs)
bvz online (ÖBB Offen für Gespräche zur Bahnschleife 16.2.2018)

Ein Blick zurück – Mai 2017:
kurier online (19.5.2017)

Ein Blick in die Zukunft?
krone.at (Transsibirische Route 17.2.2018)
kurier.at (Wirtschaft: ÖVP Verkehrsprecher Ottenschlager ÖBB Bremse beim Bahnausbau 15.2.2018)

 

 

 

 

 

BIB Wulkaprodersdorf setzt ein Zeichen!

Gemeinsam ein Zeichen setzen!
Die  BIB setzt mit Ihnen gemeinsam ein Zeichen!

Nur wenn wir in ausreichender Zahl auftreten,
werden wir auch wahrgenommen!

 

Wulkaprodersdorfs Belastungsgrenze ist längst überschritten!
Was uns zugemutet wird:

* Die Mülldeponie des Landes in unmittelbarer Nähe der Gemeinde,
* vier hochrangige Straßen in und um Wulkaprodersdorf (B16, B50, S31 und
* der Autobahnzubringer zur A3,
* die Zentralkläranlage für 27 Gemeinden mit einer angeschlossen
* Schlammfaulung für die Klärschlammentsorgung von Eisenstadt und weiteren vier Gemeinden.

Weiters ist geplant der Weiterbau der A3.

Nun noch der Bau einer Bahnschleife, wodurch ein Kreisverkehr auf dem Kreuzungspunkt von B16 und B50 auf einer Höhe von 8m errichtet und eine zusätzliche Park & Ride Anlage gebaut werden soll.

 

Nun reicht es wirklich!

 

Einladung zur Protestversammlung

am Montag, 05. Feber von 15:30 – 18.00 Uhr

wo: beim Welkovits – gegenüber vom ehemaligen Baustoffhandel (jetzt islamische Föderation)

 

Bitte nehmen sie Taschen- und Stirnlampen und evenetuell Warnwesten mit, damit wir in der Dämmerung nicht im Dunkeln stehen.

Lageplan

BIB Einladung

 

 

Impressum: Unabhängige Bürgerinitiative gegen den Bau der Bahnschleife Wulkaprodersdorf