Autoverkehr – UDW Befürchtungen bestätigt

Wie die Bezirksblätter am 2/3.August berichteten, ist der Autoverkehr auf der A3 und der S31 im ersten Halbjahr 2017 gegenüber dem Halbjahr 2016 stark gestiegen. Auf der A3 im Bereich Großhöflein um 3,9%, im Bereich der S31 bei Wulkaprodersdorf die Anzahl der PKW um 4%, die der LKW um 6,9%.

Lesen Sie hiezu den Artikel der Bezirksblätter auf der Seite der Bürgerinitiative Großhöflein-Lärmschutz.

Oder auch den Orf Beitrag vom 30.Juli

 

Dies bestätigt die Befürchtungen der UDW, dass die düsteren Annahmen der Verkehrsexperten stimmen. Höherrangige Straßen ziehen zusätzlichen Verkehr in die Region.

Wir haben in unserer Informationsveranstaltung vom 31.Mai 2017 berichtet. Auf höherrangigen Straßen steigt der Autoverkehr wesentlich schneller als auf niederrangigen.

 

Verkehrszählung und Verkehrsanalyse der Asfinag

In einer Verkehrsuntersuchung vom 2.11.2016 hat die ASFINAG Prognosen zur Verkehrsentwicklung vorgelegt:

Die gesamte Analyse:  A3 Asfinag_2016

Die Asfinag verspricht mit der A3-Verlängerung eine Halbierung des Verkehrs bis 2035 in der Wienerstraße. Gleichzeitig erhöht sich der Verkehr (laut Asfinag) durch den Ausbau der A3 um 15.000 KFZ täglich im Vergleich zum Nichtausbau. Diese Belastung betrifft die ganze Region. Die UDW hat diese Verkehrszahlen näher betrachtet und mit anderen Zählungen verglichen.

Diese Fakten hat die UDW in einer Präsentation zusammengefasst und wollte diese im März im Gemeinderat auf die Tagsordnung bringen.  Dies wurde aus formellen- und zeitlichen Gründen von den anderen Fraktionen abgelehnt.

Kritik an der Prognose: Die tatsächliche Gesamtverkehrsbelastung von 43.300 KFZ / Tag wird 2035 viel höher sein. Begründung:

  1. Die Prognose der Asfinag für die Wienerstraße 2035 ist nicht nachvollziehbar.. Eine Variante mit einer „echter Umfahrung“ (nicht mautpflichtig) für WP blieb unberücksichtigt! Ohne mautfreie Umfahrung wird die Zahl der Mautflüchtlinge durch WP sicherlich nicht weniger!
  2. Der prognostizierte Gesamtverkehr mit 43.300 KFZ / Tag ist viel zu niedrig beziffert. Es wurde kein Verlagerungsverkehr von der A4 eingerechnet. Dies gilt vor allem für den zu erwartenden Schwerverkehr aus Ungarn.

Nur eine ‚echte‘ Umfahrung bringt die gleiche Entlastung für Wulkaprodersdorf, ohne negativen Nebeneffekte.

Zahlen die aufzeigen wie höherrangige Straßen den Verkehr aus der gesamten Region anziehen. Während der Verkehr auf der B50 seit 2007/2008 gleich blieb, stieg er auf der S31, der A3, A4in unserer Region zwischen 20 – 40%: