A3 Verlängerung – Landtag beschließt Streichung aus dem Bundesstraßengesetz

Am 16.April 2020 wurde im Bgld. Landtag mit großer Mehrheit der Antrag angenommen, in einer Entschließung den Bund aufzufordern, die Verlängerung der A3 aus dem Bundesstraßengesetz zu streichen. Damit hat der seit 17 Jahren andauernde Kampf der Bürgerinitiativen gegen den Ausbau der A3 an die ungarische Grenze einen großen Etappensieg errungen.

 

Die überparteiliche Bürgerinitiative BIG A3 geht davon aus, dass auch der Nationalrat mit Mehrheit dem Wunsch des Burgenlandes folgen wird und teilt in einer Presseaussendung mit:

„Unser viele Jahre dauernder Einsatz für die Lebensqualität in den Anrainergemeinden der A3 wird sich hoffentlich bald lohnen. Die BIG A3 wird auch in Zukunft präsent sein und nicht nachlassen. Wir werden uns vorrangig der Erstellung eines regionalen Verkehrskonzepts für den Raum Ödenburg, Eisenstadt und Mattersburg widmen. Insbesondere der Frage, wie die Verkehrsströme von und nach Ungarn umweltverträglich gelenkt werden könnten.

Doch allein damit ist das Verkehrsproblem in der Region noch nicht gelöst. Die Corona-Krise hat gezeigt, dass wirtschaftliche Abhängigkeit von fernen Ländern riskant ist, enorme Transportkosten verursacht, Lärm erzeugt und unsere Umwelt verschmutzt.

Jetzt ist umdenken angesagt: Mehr regionale Kreisläufe nutzen und weniger internationale Abhängigkeit. Diese längst fällige Korrektur der Globalisierung wird uns helfen, die Transportkolonnen einzubremsen.” BIG A3 – Presseaussendung 17.4.2020

 

BIG-A3 – website
Bgld. Landtag Entschließungstext 16.4.2020

Unsere Beiträge zum Thema finden Sie unter: A3-Verlängerung

 

 

erstellt von: Wolfgang Reisner , Aufrufe bisher: 70

Veranstaltung der BIG A3 zum Thema ‘Mobil ohne Autobahn’

Bericht über die Veranstaltung der BIG A3 zum Thema „Mobil ohne Autobahn“ mit dem Verkehrsexperten der Technischen Universität Dr. Harald Frey.

Die Bürgerinitiative gegen die Verlängerung der A3 von Wulkaprodersdorf bis Klingenbach (BIG A3) hat zu diesem Thema nach Wulkaprodersdorf eingeladen. Dr. Frey, Verkehrsexperte der TU Wien, informierte über die dramatischen Folgen einer möglichen Autobahnverlängerung. Mehr als 200 Menschen waren gekommen, darunter auch die Bürgermeister von Wulkaprodersdorf, Siegendorf und Klingenbach.

Dr. Harald Frey, Verkehrsexperte der TU Wien, erklärte in seinem wissenschaftlichen Vortrag die Auswirkungen der A3 Verlängerung und des Baus der Autobahn M85 in Ungarn. Anhand seiner Studien belegte er, dass mehr Straßen vor allem mehr Autos anziehen. Im Fall der A3 Verlängerung erwartet der Verkehrsexperte, dass zusätzlich etwa die Hälfte des internationalen A4-Schwerverkehrs auf die A3 wandert und damit Folgewirkungen für die S31 und die S4 entstehen. Gesamt rechnet er mit einer Verdoppelung des Verkehrs auf der A3. Eine Verbesserung der Verkehrssituation im Burgenland bzw. eine Entlastung der burgenländischen Pendler sieht er dadurch nicht. Die gesamten Unterlagen zum Vortrag finden Sie auf der Seite der BIG A3 unter: “Päsentation”.

Ein Lückenschluss würde bedeuten
• mehr Verkehr und keine Verkehrsentlastung
• Ost -West Transitroute
• Entwertung der Grundstücke
• Zerstörung von verfügbarem und fruchtbarem Ackerland
• Keinen wirtschaftlichen Vorteil
• Zerstörung von Lebens-, Wirtschafts-, Erholungsräume
• Verschlechterung der Lebensqualität und Gefährdung der Gesundheit

Dr. Frey plädierte für den Ausbau der Schiene:

Dr. Frey am 14. Jänner 2020 in Wulkaprodersdorf

„Der Fokus in der Verkehrsentwicklung muss eindeutig auf dem öffentlichen Verkehr liegen. 2 Milliarden Euro im Burgenland in den Straßenausbau zu investieren und nur 120 Millionen EUR in den Öffentlichen Verkehr ist der falsche Weg“.

Im Mobilitätsbereich gibt es zwar keine „Entweder – Oder-Strategie” aber sehr wohl beim Einsatz der begrenzten Mittel. Entweder man baut den Individualverkehr aus – was im Burgenland seit 100 Jahren geschieht – oder man baut den Öffentlichen Verkehr aus. Beides gleichzeitig geht nicht, weil es nicht leistbar ist und der ÖV dabei immer im Nachteil ist.

Dem Wunsch durch den A3 Ausbau die Region wirtschaftlich zu stärken hält er entgegen: „Autos sind ein schlechtes Geschäft für die Gemeinde: Sie verursachen Kosten, laden aber dazu ein, das Geld woanders auszugeben. Die Allgemeinheit zahlt, damit Gewinne in den Zentren gemacht werden.“

„Viele negative Beispiele zeigen uns heute was der weitere Bau von Schnellstraßen und Autobahnen für eine Region bedeutet.“
• Kaufkraftverluste an die Zentren zuerst entlang der Autobahnen und Schnellstraßen
• Zwang zum Auspendeln
• Zwang zum Autofahren
• Geld der Bürger fließt immer mehr in die Konzernkassen
• Lokale Wirtschaftskreisläufe werden schwächer
• Gemeinden verarmen und werden noch mehr erpressbar
• Bezug zur Heimatgemeinde geht verloren
• Zerstörung der lokalen Kultur

Veranstaltung der BIG A3 am 14. Jänner 2020

Dr. Frey auf die Frage eines Teilnehmers wie die A3-Verlängerung zu verhindern ist:
„Nur wenn die Verlängerung der A3 von Wulkaprodersdorf nach Klingenbach aus dem Bundesstraßengesetz gestrichen wird, kann die Bevölkerung die Rechtssicherheit haben, dass sie nicht kommt.“

Die A3-Verlängerung ist auf Wunsch der burgenländischen Landesregierung und des Landtags 2002 in das Bundesstraßengesetz aufgenommen worden. Daher könnten gerade diese durch einen entsprechenden Beschluss die Herausnahme der Verlängerung vom Nationalrat fordern.

Bemerkung der BIG A3: Das haben die Landespolitiker/innen bis heute nicht gemacht.

Veranstaltung der BIG A3 am 14. Jänner 2020 mit dem Verkehrsexperten der TU Wien Dr. Harald Frey

 

 

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Mobil ohne Autobahn

Einladung zur Veranstaltung

Mobil ohne Autobahn

“Diskussion über drohende Auswirkungen und mögliche Alternativen zur Verlängerung der A3”

 

mit Dr. Frey – Verkehrsexperte an der Technischen Universität in Wien
am 14. Januar 2020, um 19.00 Uhr, in der Mehrzweckhalle in Wulkaprodersdorf.

 

Die BIG A3 war,  in den letzten beiden Monaten sehr aktiv. Nach zu lesen auf – www.stopp-verlaengerung-a3.
Wir haben bereits in einigen unserer Beiträge berichtet.

 

Als Start einer geplanten Serie von Veranstaltungen im 1. Quartal 2020, lädt die Bürgerinitiative zu einer Publikumsdiskussion – diesmal – in Wulkaprodersdorf ein (zur Einladung):

 

 

 

A3-Verlängerung oder ‘Mobil ohne Autobahn’?

Ende 2020 soll die Umfahrung Sopron der ungarischen Autobahn M85 bis Fertörakosz fertiggestellt sein. Dann wird der Abschnitt Richtung Grenze gebaut und abgeschlossen. Wie das Bundesministerium für Verkehr bekannt gibt wird die Anschlussstelle bei Klingenbach sein: Stau im ungarischen Eck, derstandard.at, 17.10. Die Stellungnahmen der burgenländischen Landespolitiker zur A3-Verlängerung und dem Thema Verkehr konnten Sie in unserem letzten Artikel lesen.

Die Fertigstellung der M85 bis zur Grenze soll nach neuesten ungarischen Angaben voraussichtlich 2023 – 2024 sein. Die Anrainergemeinden an der Verbindungsstrecke zwischen Wulkaprodersdorf und Klingenbach befürchten damit einen drastischen Anstieg des Straßenverkehrs.

Besorgte Anrainer an der Verbindungsstrecke haben in den letzten Wochen wieder ihren Kampf gegen die A3 Verlängerung aufgenommen. Die Bürgerinitiativen kämpfen bereits seit über 17 Jahren gegen die A3-Verlängerung. Doch was bleiben ihnen für Alternativen? Ist ihr Widerstand nicht eigentlich kontraproduktiv? Eine Leserin des Standard Was hat die A3 für einen Sinn, wenn sie vor Wulkaprodersdorf endet…. Mit dem Zug zu fahren funktioniert halt nur mangelhaft, da hat man mit dem Ausbau in Österreich viel zu lange gewartet…..und eine Anmerkung darauf “absichtlich…”

 

Befürchtete Auswirkungen der A3-Verlängerung

Hochrangige Straßen sind nach Ansicht vieler Wissenschafter nicht geeignet Verkehr zu reduzieren – sie ziehen Verkehr an und erreichen somit langfristig das Gegenteil. Interessant in diesem Zusammenhang ist folgende Veröffentlichung zum Verkehrsaufkommen im Burgenland 2018, kurier.at, April 2019 und den 32 meist befahrenen burgenländischen Straßen im Burgenland.

Dabei kann man bereits jetzt erkennen: Ein ganzes Bündel von Verkehrsschwerpunkten umgibt den Verkehrsknoten Wulkaprodersdorf. Alleine auf der S31 bei Wulkaprodersdorf zählt die Asfinag 9,3 Millionen Fahrzeuge im Jahr und die S31 ist nur ein hotspot in diesem Gebiet (A3 Zubringer, B50 Nord-Süd, B16 die ungarische Pendlerroute nach Wien ua.)  Hier gelangen Sie zur Auswahl der Straßen hotspots im Burgenland.

(c) kurier 19.4.2019

 

Auswirkung hochrangiger Straßen auf die Umgebung

Welche CO2 Belastung der Straßenverkehr bewirkt  konnte man der Wiener Zeitung am 2.12.2019 entnehmen: Verkehr im Burgenland hat höchsten CO²-Ausstoß pro Kopf. In Österreich entfallen auf den Verkehr ein Drittel aller Treibhausgas-Emissionen. Der VCÖ hat Daten des Umweltbundesamtes bezogen auf 2017 ausgewertet. Dabei hält das Burgenland die Spitzenposition beim CO2-Ausstoß pro Kopf (im Verkehr) mit 3,21 Tonnen pro Jahr (Wien, Vbg 1,77 Tonnen).

 

(c) Wiener Zeitung, Klimabilanz – Daten: Umweltbundesamt, VCÖ
Wulkaprodersdorf bei Inversionswetterlage

Aufgrund der geografischen Lage von Wulkaprodersdorf machen sich diese Auswirkungen für die Ortschaft besonders negativ bemerkbar. Bei Inversionswetterlagen bleiben Smog und schädliche Abgase besonders lange über dem Ort hängen.

 

 

Alternativen – Mobil ohne Autobahn

Die unterschiedlichen Interessen bei der A3-Verlängerung sind ein Spiegel für die Zerrissenheit der Verkehrsplanung im Burgenland. Die Pendler,  die Wirtschaftstreibenden, die Tourismusbetriebe stehen eher auf der Seite der Befürworter der Verlängerunfg, die Anrainer und deren Gemeinden eher auf der Seite der Gegner.

Eine Lösung erfordert die Bereitschaft zum “anders Denken“. Die Plattform der Bürgerinitiativen gegen den Weiterbau der A3 versucht gemeinsam mit Verkehrsexperten diesen Weg und lädt in den Anrainergemeinden die Bevölkerung zu Diskussionsabenden ein.

in der Mehrzweckhalle, Wulkaprodersdorf
Dienstag, 14. Jänner 2020, 19.00 Uhr

 

Gerade im Burgenland ist die Abhängigkeit vom Auto besonders hoch. Die Ursachen liegen in der Zersiedlung unserer Orte, am hohen Anteil unserer  Pendler und natürlich auch am fehlenden Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln. Leider zeigen die Werte der Entwicklung des Burgenlandes in die falsche Richtung.

 

Nur ein ganzes Bündel an Maßnahmen kann diese Entwicklung verändern:

  • Raumplanung – “Stopp der Zersiedlung”, hin zu kurzen Wegen,
  • Verkehrsplanung – “Schienen in die Zukunft”, drastische Erhöhung der Schieneninfrastruktur, Bewusstseinsbildung …
  • Wirtschaftsinitiativen – Förderung von klein- und mittelständischen Unternehmen, “Die Jugend bleibt im Burgenland”,  Innovations- und Leitprojekte
  • Regionalförderung- “Kampf den aussterbenden Orten”, Stärkung der Regionen,
  • um nur einige zu nennen.

 

Zitat DI.Dr. Frey:
„Verkehr entsteht dort, wo etwas verkehrt steht!“.

Die Verkehrsmittelwahl und das Verkehrsaufkommen werden maßgeblich durch Raumplanung und Siedlungsentwicklung bestimmt. Viele der heute offensichtlichen „Verkehrsprobleme“ sind Symptome, deren Ursache auf die Raumplanung der vergangenen Jahrzehnte zurückzuführen ist. Eine flächensparende und verkehrsminimierende Raumordnung fördert deshalb eine kompakte, an den Knotenpunkten des öffentlichen Verkehrs orientierte Siedlungsentwicklung.

 

 

Tipp:
Wenn Sie dieses Thema interessiert filtern Sie unsere Beiträge unter Aktuell nach dem Schlagwort: “A3 Verlängerung” oder “Verkehr”

 

 

erstellt von: Wolfgang Reisner                                                                    Aufrufe bisher: 149

A3-Verlängerung und Zentralbahnhöfe – Themen im Landtagswahlkampf 2020

Verkehr als Thema im Burgenländischen Landtagswahlkampf 2020

Zwischen September und November 2019 präsentierten die Landtagsparteien ihre Ideen zum Thema Verkehr für die burgenländische Landtagswahl 2020: “Verkehr als zentrales Thema im Wahlkampf” (bvz.at, 6.11)

  • Die SPÖ hebt die Maßnahmen der Regierungskoalition hervor: Sicherheitsausbau S31, LKW Fahrverbote (meinbezirk.at, 9.10) und andere. Gleichzeitig lässt Landeshauptmann Doskozil durch ein “Zukunftsprojekt -zwei zentrale Großbahnhöfe für das Burgenland” aufhorchen.
  • Die ÖVP fordert leistbare Mobilität und möchte den öffentlichen Verkehr attraktiver gestalten: Gemeinde- und Regionalbusse, bessere Verbindungen nach Wien …“Burgenland Busse” (orf.at, 15.11. ) und veranstaltet in verschiedenen Gemeinden Disskussionsabende unter dem Titel “Mobilitätskonferenz”.
  • Die Grünen stellen ihren Verkehrsentwicklungsplan 2020+ vor. Ein umfassendes Konzept, das vom Instituit für Verkehrswissenschaft der TU Wien im Auftrag ausgearbeitet wurde  “Schienen in die Zukunft legen”(bvz.at 18.9). Schwerpunkt liegt dabei auf einem Gesamtkonzept mit der Stärkung der Schiene und der Rücksicht auf die Mobilität des Einzelnen: “Verkehrswende”

 

Die Situation Anfang 2020

In Ungarn schreitet der Bau der Autobahn M85 voran und wird nach neuesten Angaben in 1-2 Jahren fertiggestellt Ungarn baut Anschluss bis Grenze, orf,at. Die Regierungspartei SPÖ beschwichtigt währenddessen die besorgten Gemeinden entlang der Verbindungsroute Wulkaprodersdorf bis Klingenbach: “Keine A3 Verlängerung solange nur eine einzige Anrainergemeinde dagegen ist“.

Trotzdem ist man nicht bereit, die Streichung der A3-Verlängerung aus dem Bundesstraßengesetz zu unterstützen.

(c) Landtagsdirektion, Burgenländischer Landtag Landtagssitzung 2019

Der Abgeordnete Geza Molnar beschreibt in der 50. Sitzung des Landtages die Linie der Regierungskoalition SPÖ/FPÖ zur A3 Verlängerung und die bisherigen Anträge der Opposition:

“Da haben wir einerseits die GRÜNEN, die das Projekt A3 per Antrag überhaupt und unwiderruflich aus dem Bundesstraßengesetz heraußen haben wollen, und dann haben wir andererseits die LBL (Anmerkung: sowie FPÖ Wirtschaftslandesrat Petschnig), die sich dezidiert für die rasche Verwirklichung der Verlängerung bis zur Staatsgrenze ausspechen……
Ja, es stimmt, eine allfällige Verlängerung würde nicht für weniger Verkehr sorgen, wobei man allerdings dazu sagen muss, dass es ein Gesamtverkehrsaufkommen gibt. Es sind ja auch die Bezirke Oberpullendorf und Neusiedl betroffen. Es geht vielmehr um die Frage, wo leiten wir den Verkehr durch?

Daher haben wir uns als Koalitionspartner schon vor mehr als einem Jahr darauf verständigt, das Projekt nicht gegen den Willen der Gemeinden zu unterstützen….Wir werden uns also nicht der Beschlussformel der LBL anschließen, aber wir schließen uns auch nicht dem Wunsch der GRÜNEN an…..

Der Verkehr wird mehr werden, ob es uns passt oder nicht…….. und genau jene Kommunalpolitiker und genau jene Anrainer,.. (Anmerkung: die Gegner der A3 Verlängerung), werden in ein paar Jahren wieder im Landhaus stehen, nach dem Anschluss der Ungarn an die Staatsgrenze, und dringend um eine straßenbauliche Entlastung ihrer Gemeinden bitten, weil sie im Verkehr ersticken.

Im Landtag reichen die Meinungen zur A3 Verlängerung also von einer raschen Umsetzung der Verlängerung (LBL und Teile der FPÖ) bis zu einer grundsätzlichen Ablehnung (Grüne).

Autobahn in Ungarn, Bauabschnitte

 

Die Argumente für und gegen die A3 Verlängerung sind:

  • PRO Die dringend erforderliche Verbesserung der Verkehrsituation für den Landessüden und die für den Wirtschaftsstandort Burgenland wichtige Einbindung großer Wirtschaftsmärkte im Osten durch den Anschluss an ein hochrangiges Straßennetz.
  • KONTRA Durch diese attraktive  Ost-West Verbindung wird zusätzlicher Verkehr in unsere Region gezogen. Gerade der Transit- und Schwerverkehr aus dem Osten wird diese Verbindung nutzen und die Nachteile den Nutzen weit überwiegen.

Nachdem die Grünen mit ihrem Antrag zur Streichung der A3 Verlängerung aus dem Bundesstraßengesetz im Landtag keinen Erfolg hatten, schlossen sie vor Weihnachten einen Kompromiss mit der türkisen ÖVP: Burgenändische Nationalräte der ÖVP und GRÜNEN brachten einen gemeinsamen Entschließungsantrag zur Prüfung der Auswirkungen des A3-Ausbaus (durch das BMVIT) im Nationalrat ein.

 

(c) BIG A3, stopp-verlaengerung-a3.at

Besorgte Anrainergemeinden haben in den letzten Wochen wieder ihren Kampf gegen die A3 Verlängerung aufgenommen. Diese Bürgerinitiativen kämpfen seit über 17 Jahren gegen die A3-Verlängerung und haben sich in der BIG-A3 Bürgerinitiative gegen den Weiterbau der A3 zusammengeschlossen.

Bis vor eineinhalb Jahren war es ruhig um die A3-Verlängerung, da die Asfinag aufgrund des Widerstandes der Bevölkerung das Projekt auf Eis gelegt hat.Durch die Fertigstellung der Autobahn in Ungarn wird die Entscheidung ob die A3-Verlängerung gebaut oder einer Alternative weichen soll wohl nicht mehr lange zu verschieben sein.

Lesen sie in unserem nächsten Artikel über die befürchteten Auswirkungen der A3-Verlängerung und eventuelle Alternativen.

 

 

 

erstellt von: Wolfgang Reisner                                                            Aufrufe bisher: 86