Autoverkehr – UDW Befürchtungen bestätigt

Wie die Bezirksblätter am 2/3.August berichteten, ist der Autoverkehr auf der A3 und der S31 im ersten Halbjahr 2017 gegenüber dem Halbjahr 2016 stark gestiegen. Auf der A3 im Bereich Großhöflein um 3,9%, im Bereich der S31 bei Wulkaprodersdorf die Anzahl der PKW um 4%, die der LKW um 6,9%.

Lesen Sie hiezu den Artikel der Bezirksblätter auf der Seite der Bürgerinitiative Großhöflein-Lärmschutz.

Oder auch den Orf Beitrag vom 30.Juli

 

Dies bestätigt die Befürchtungen der UDW, dass die düsteren Annahmen der Verkehrsexperten stimmen. Höherrangige Straßen ziehen zusätzlichen Verkehr in die Region.

Wir haben in unserer Informationsveranstaltung vom 31.Mai 2017 berichtet. Auf höherrangigen Straßen steigt der Autoverkehr wesentlich schneller als auf niederrangigen.

 

Verlängerung der A3

2003 tauchten die ersten Pläne der Asfinag zum Weiterbau der A3 von Wulkaprodersdorf bis Klingenbach / Staatsgrenze auf. Es war der Wunsch von LH Niessl, diese Autobahn zu verlängern. Direkt davon betroffen waren die Gemeinden Wulkaprodersdorf, Siegendorf, Zagersdorf und Klingenbach als Anrainergemeinden. Betroffen wären aber auch die Gemeinden Großhöflein und Müllendorf, wo heute schon mehr als 40.000 Kfz pro Tag fahren.

Eine Bürgerinitiative gegen den Weiterbau der A3 (BIG A3) formierte sich. Diese war 2008 erfolgreich, denn alle Bürgermeister der 4 betroffenen Gemeinden nahmen ihre Bürgerinnen und Bürger ernst und stellten sich in einer Resolution gegen das Ausbauprojekt.

Stand des Projektes 2008: Das Trassenfindungsverfahren war abgeschlossen. Die Asfinag hat ihre von Anfang an gewünschte Trasse – durch viele Expert/innenmeinungen „bestätigt“ – durchgebracht. Die Resolution der Bürgermeister und der anhaltende Widerstand der Betroffenen hatte jedoch Erfolg. Das bevorstehende Trassenfestlegungsverfahren wurde durch die Asfinag 2009 ausgesetzt.

2016 Wiederaufnahme der Pläne zur Verlängerung der A3: Im Herbst 2016 verständigte die Asfinag die Bürgermeister der 4 Anrainergemeinden, dass sie die Planung für den Weiterbau wieder aufgenommen haben. An der von der Asfinag favorisierten Trasse dürfte sich nichts geändert haben.

Bis März 2017 sollten konkrete Planungen auf dem Tisch liegen. Im März wurden die Bürgermeister von der Asfinag verständigt, dass heuer nichts mehr passieren wird.

Im Oktober 2017 sind Gemeinderatswahlen. Bis dahin dürfte der zuständige Landesrat der SPÖ seine Parteikolleg/innen vom Ärger mit ihrerBevölkerung verschonen.

PS: Anbei die Trassenplanungen der M85 in Ungarn (Anbindung zur A3).