Zeitung Jänner 2022

Unsere neue UDW Zeitung ist fertig!
Sie finden in der Ausgabe Jänner 2022 folgende Beiträge:

  • Projekt “Mittendrin”,
  • Gemeinderatssitzung September 2021,
  • Gemeinderatssitzung Dezember 2021,
  • Die Meinung der UDW zur Parkplatzsituation,
  • Verlegung Gemeindeamt?
  • Halte- und Parkverbot Mühlgasse,
  • und andere …

 

 

 

 

 

 

Projekt “Mittendrin”

Projekt ‚Mittendrin‘
der Firma Pannonia Consult

Wie schon der Name sagt, soll mitten im Ortszentrum im Bereich der Oberen Hauptstraße 38 und 40 – durchgehend von der Oberen Hauptstraße bis zur Oberen Gartengasse – ein Bauprojekt mit einem Dienstleistungszentrum mit RAIKA, Gesundheitszentrum (Apotheke, Ärzte, Therapiefachkräfte etc.) und einem Cafe entstehen. Im hinteren Bereich der Oberen Gartengasse sollen nach aktuellem Planungsstand 30 Wohnungen errichtet werden. Der Durchgang soll von der Hauptstraße bis zur Gartengasse möglich sein.

Mit Unterstützung der Gemeinde soll auf der Hauptstraße ein kleiner Vorplatz mit einer Begegnungszone entstehen, Parkplätze errichtet und gleichzeitig eine Verkehrsberuhigung durch eine Verschwenkung der Landesstraße mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung erreicht werden.

Ein Bauvorhaben in dieser Dimension stellt sowohl den Bauplaner als auch die Gemeinde vor große Herausforderungen. Denn damit verändert sich die Orts- und Verkehrsstruktur sowie das Dorfbild in der Oberen Hauptstraße und Gartengasse entscheidend. Solch ein Projekt nimmt großen Einfluss auf die Entwicklung unseres Dorfes.

 

Die Meinung der UDW

Die UDW begrüßt und befürwortet dieses Bauträgerprojekt.

Es belebt den Ortskern, stellt die ärztliche Versorgung auf lange Sicht in unserem Dorf sicher, es erweitert das Gesundheitsangebot für unsere Bevölkerung und es entsteht ein Begegnungsraum für Jung und Alt. Auch der Wohnungsbedarf wird erfüllt. Bei einer guten Vernetzung profitieren auch andere Betriebe und Dienstleister (Wirte, Versorgungs- und Fachbetriebe etc.) im Dorf.

Es liegt in der Verantwortung der Gemeinde rechtzeitig für die Rahmenbedingungen zu solch einem großen Projekt zu sorgen. Es ist zu prüfen, wie sozial verträglich das Projekt ist, ob bereits bei der Planung die gesetzlichen Vorgaben eingehalten wurden und vor allem ob die Interessen der Bevölkerung und speziell der Anrainerinnen und Anrainer gewahrt werden.

Wir möchten Sie nachfolgend darüber informieren wie die bisher erforderlichen Genehmigungsschritte zum Projekt aus Sicht der UDW im Gemeinderat abgelaufen sind.  Denn solch ein Projekt kann nur dann zum Erfolg für unser Dorf werden, wenn es in der Bevölkerung eine gute Zustimmung erhält. Ankündigungen alleine sind jedenfalls zu wenig. Es benötigt Vorarbeit (Infrastruktur, umfassende Verkehrsplanung, Finanzrahmen …) und Information (Bürgerversammlung, öffentliche Präsentation…).

 

Gemeinderatssitzung im September 2021

Tagesordnungspunkt Projekt
‚Mittendrin‘
1. Ankauf einer Arztpraxis

Im Projektgebäude soll eine Gemeindearztpraxis mit ca. 120 m² entstehen und angekauft werden. Eine finanzielle Beteiligung des  Gemeindearztes ist abgesprochen. Die derzeitige Ordination soll nach Fertigstellung dorthin verlegt werden. Die Kosten betragen etwa € 480.000,-.
Einstimmiger GR-Beschluss
2. Festlegung der Gestaltung des betroffenen Straßen-bereiches
In der Oberen Hauptstraße soll die Gestaltung fetsgelegt werden und die erforderlichen Verhandlungen mit dem Land Burgenland aufgenommen werden.
Einstimmiger GR-Beschluss
3. Gestaltung des Innenhofes
Der Innenhof soll als öffentlicher Veranstaltungsraum im Ausmaß von ca. 300m² gestaltet werden. Dafür wurde ein Finanzierungsanteil der Gemeinde in der Höhe von max. € 50.000,- beschlossen.
Mehrheitlicher GR-Beschluss

Ursprünglich waren im Projekt 25 Wohnungen vorgesehen, dann 28 und im Dezember 30 Wohnungen.  In einer Vorstellung im September wurden die für die geplanten Wohnungen erforderlichen PKW Stellplätze dem Gemeinderat in einem überdachten ‚Stadlbau‘ präsentiert.

Im Dezember stellt sich die Parkplatzsituation plötzlich ganz anders dar. Auf Eigengrund sind nur mehr 12 Parkplätze vorgesehen. Die fehlenden Plätze möchte der Projektplaner auf öffentlichem Grund, verteilt in der Oberen Gartengasse und der Oberen Hauptstraße erwerben, oder als Privatparkplätze pachten. Alle restlichen für das Projekt erforderlichen Parkplätze stellt die Gemeinde zur Verfügung.

30 Wohneinheiten
mit zu wenig
PKW-Stellplätzen

 

Seit Jahren macht die UDW auf die schlechte Parkplatz- und Verkehrssituation in der Gartengasse aufmerksam. Bereits 2019 haben UDW und SPÖ gemeinsam ein Sanierungskonzept vorgelegt, einen Antrag im Gemeinderat eingebracht und beschlossen (unser Artikel aus 2019). Dieser Beschluss wurde vom Bürgermeister bis heute nicht umgesetzt. Die Umsetzung dieses Vorhaben benötigt einen gewissen Zeitraum zur Abwicklung (Planungsvergabe, Einbeziehung der Bevölkerung usw.). Diese Zeit fehlt nun leider.

In der Oberen Gartengasse verändert sich mit dem neuen Projekt die Straßenstruktur, es braucht mehr Parkflächen, neue Verkehrsregelungen und eine Neugestaltung von Verkehrsflächen. Ganz wichtig sind Bereiche für Fußgänger/innen (Schüler/innen, Eltern und Kindergartenkinder, alte Menschen etc.) mit sicheren Straßenquerungen. Eine gesamtheitliche Planung wurde bis heute nicht in Angriff genommen. Es ist daher anzunehmen, dass die Parkplatz- und Verkehrssituation in der Ob. Gartengasse länger nicht geregelt werden kann.

 

Gemeinderatssitzung im Dezember 2021
Tagesordnungspunkt Projekt
‚Mittendrin‘ – Stellplatzver-pflichtung und Bereitstellung von öffentlichen Flächen.
ÖVP und SPÖ haben mehrheitlich
gegen die Stimmen der
UDW beschlossen:
1. Es sollen öffentliche Flächen in der Oberen Gartengasse zu einem Preis von € 36,20 an den Projektbetreiber verkauft werden, um Privatparkplätze zu errichten. 2. Es sollen in der Oberen Hauptstraße zwischen Büro Artner und Familie Fuchs 10 Parkflächen dem Bauwerber zu verpachtet werden, um Privat-parkplätze zu errichten.

Die UDW stimmte gegen diesen Tagesordnungspunkt der Parkplatzlösung.

Diese Lösung der Parkplatzsituation ist unbefriedigend. Das Verhältnis ‚Parkflächen und Bedarf‘ stimmt nicht überein. Es werden mehr Parkplätze benötigt, als errichtet werden bzw. vorhanden sind. Es erfolgt vor allem zu Lasten der Anrainer/innen und auch die Bewohner/innen der Wohnhausanlage sind davon negativ betroffen.

Wir haben neben den oben angeführten Punkten in der letzten GR-Sitzung weitere Gründe für unsere Ablehnung angeführt:
1. Laut Bgld. Bauverordnung hat der Projektbetreiber einen Stellplatz pro Wohneinheit zu errichten. Diese gesetzliche Vorgabe ist aus UDW Sicht auf dem Baugrund des Bauwerbers einzuhalten!
2. Die Gemeinde schreibt privaten ‚Häuslbauern‘ bei der Errichtung eines Eigenheimes zwei Parkplätze auf Eigengrund vor. Warum gilt diese Vorgabe nur für die privaten Häuslbauer?
3. Eine umfassende Erhebung des Parkplatzbedarf für das gesamte Projekt fehlt.
Der tatsächliche Bedarf an PKW-Stellflächen ist unserer Meinung nach mit mehr als 30 Parkplätzen anzunehmen. Wenn bei den 30 Wohnungen 12 Parkplätze errichtet werden, fehlen:
Ob. Gartengasse: Für die Bewohnerinnen und Bewohner der Wohnungen ca. 18 fixe Stellplätze, 15 Stellplätze bei einem Zweitauto und für Besucher/innen, Kund/innen und Angestellte der Ärzt/innen, Therapeut/innen, Bank, Apotheke, Café-Besucher.
Obere Hauptstraße: Es fehlen Plätze für Kund/innen und Angestellte der Apotheke, Bank, Ärzt/innen, Therapeut/innen, Café, Büro plan+land und Bewohnerinnen und Bewohner der Ob. Hauptstraße.
4. Die besprochenen Gemeindekosten und Finanzierungsplan sind aus unserer Sicht nicht ausreichend ermittelt worden. Durch die erforderliche Adaptierung und Sicherstellung der Infrastruktur (Strom, Wasser, Kanal, Ein- Ausfahrt …) für das gesamte Bauprojekt entstehen weitere Kosten. Eine schriftliche Kalkulation wurde bisher nicht vorgelegt.
5. Eine Sanierung und Verkehrsplanung der Gartengasse ist offen.
6. Eine ausreichende Information  der Bevölkerung fehlt (zB. in Form einer Bürgerversammlung).

 

Verlegung des Gemeindeamtes?

In der GR-Sitzung im September wollte der Projektverantwortliche eine Entscheidung des Gemeinderates, ob auch das Gemeindeamt in diesen Bauabschnitt des Projektes ‚Mittendrin‘ verlegt werden soll.
Nachdem keine Zahlen oder Kosten für die Gemeinde und keine planerische Darstellung vorlagen, wollte sich der Gemeinderat auf dieses Risiko nicht  einlassen und verlangte eine 2-wöchige Frist für eine Machbarkeitsstudie.
Daraufhin wurde dem Gemeinderat mitgeteilt, dass eine Verlegung des Gemeindeamtes für die genossenschaftlichen Projektbetreiber nicht wirtschaftlich und gestalterisch möglich sei.

 

Neubau/Generalsanierung des Gemeindeamtes?

Viele Wulkaprodersdorfer/innen fragen uns immer wieder, was mit dem Gemeindeamt weiter passiert. Im Juli haben ÖVP und SPÖ beschlossen (GR Protokoll Juli 2020), dass das Projekt ‚Gemeindehaus‘ mit dem Bauträger Pannonia Consult gebaut werden soll. Es handelt sich hiebei um jene Pannonia Consult, die kurz darauf das Projekt ‚Mittendrin‘ in der Oberen Hauptstraße präsentiert hat.
Nachdem nun die Ordination des Arztes in das Projekt ‚Mittendrin‘ verlegt wird, haben sich auch die Anforderungen für bestehenden Platz des Gemeindeamts geändert.
Trotzdem hat aus Sicht der UDW der Neubau des Gemeindeamtes eine hohe Dringlichkeit (unser Artikel aus 2019). Leider gibt es keinerlei Anzeichen dafür, dass der Bürgermeister diesbezüglich tätig wurde und den Gemeindebau weiter betreibt.

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Corona – Impfung ohne Anmeldung, Coronafälle in Wulkaprodersdorf

Burgenland-15.10.2021: An den letzten Sonntagen im Oktober finden in allen burgenländischen Bezirkshauptmannschaften Impftage ohne notwendige Voranmeldung statt. Dort gibt es auch die Möglichkeit der Auffrischungsimpfung. Nährere Informationen finden Sie unter “Burgenländische Impfstrategie”.

Mit Ende September wurden die Burgenländischen Impf- und Testzentren (BITZ) eingestellt und durch neue Impfangebote abgelöst. Ziel ist es bis zum Landesfeiertag am 11. November im Burgenland eine Impfquote von 10.000 Erstimpfungen  zu erreichen.

Dazu wurde im Sommer eine Impflotterie mit vielen Preisen gestartet – orf.at.  Aktuell fehlen nur noch rund 2.400 Stiche auf das angepeilte Ziel – Anmeldung zur Impflotterie.

Wulkaprodersdorf-22.10.2021: Das Land Burgenland hat einen öffentlichen Aufruf für den Sportplatz Wulkaprodersdorf gestartet, nachdem mehrere Corona Infektionsfall bei Veranstaltungen am vergangenen Wochenende 15.10 – 17.10 entdeckt wurden.

Personen, die am 15. Oktober 2021 das Meisterschaftsspiel Wulkaprodersdorf gegen Großhöflein sowie am 16. Oktober 2021, eine weitere Veranstaltung ( „VIP-Essen“) am Sportplatz Wulkaprodersdorf besucht haben, sollen das PCR-Testangebot der Apotheken nutzen und ihren Gesundheitszustand beobachten. Mehrere Personen, die diese Veranstaltungen besucht haben, wurden positiv auf das Coronavirus getestet – orf.at 22.10.2021.

 

erstellt von: Wolfgang Reiser                                                                       Aufrufe: 81

Zeitung August 2021

In unserer UDW Zeitung August 2021  finden Sie diesmal folgende Beiträge:

  • Baulandfreigabe Kirchengasse
  • Mindestlohn € 1.700 netto für Gemeindemitarbeiter
  • 30 km/h Zonen
  • Verkauf von Gemeindeeigentum
  • Gesundes Dorf
  • Bücherzelle
  • Wulkaprodersdorf “Einst und Jetzt”
  • AUS für die A3 Verlängerung

Viele der Artikel können Sie auch in unseren HP Beiträgen mit zusätzlichen Details und Links zu Hintergrundinformationen nachlesen – jederzeit aktuell. Nutzen Sie dazu unsere Filter nach Kategorien bzw. Schlagworten.

 

erstellt von: Wolfgang Reiser                                                     Aufrufe: 23

AUS für A3 Verlängerung

AUS FÜR DEN WEITERBAU DER A3 – Ein Etappensieg nach 20 Jahren

Foto: Der Standard, APA/Roland Schlager

Die umstrittene Verlängerung der Südostautobahn (A3) bis zur Grenze bei Klingenbach wird nicht durchgeführt.“ Zu diesem Schluss sei man im Zuge der Evaluierung des Asfinag-Bauprogramms gekommen, teilte Umwelt- und Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) am Montag mit. (Der Standard, 9.8.2021)

Das Projekt wird aufgrund der Auswirkungen auf Boden und Klima nicht umgesetzt. Bei der A3-Verlängerung würden rund 60 Hektar Boden versiegelt, die Folgen für Boden und Klima wären „dramatisch“, betonte Gewessler. Außerdem würde eine Realisierung des Vorhabens einen Anstieg beim Verkehr, insbesondere beim Transitverkehr aus dem Ausland, bedeuten. Das wiederum würde zu einer starken Belastung für die Bevölkerung durch Lärm und schlechte Luft führen.

Das Projekt, für das vor rund 20 Jahren die Planungen aufgenommen wurden, ist auch im Burgenland umstritten. 2018 forderte der Landtag (auf Initiative der Grünen) den Bund dazu auf, es nicht weiterzuverfolgen (wir berichteten). 2020 erneuerte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) die Forderung (wir berichteten).

Gewessler in ihrer Presseaussendung: „Diesem Anliegen kommen wir jetzt nach. Die Asfinang wird die A3 im Bauprogramm der Zukunft nicht länger verfolgen. Stattdessen werden wir mit dem Land Burgenland rasch bessere Alternativen suchen“. Eine Arbeitsgruppe soll Alternativen erarbeiten, wie etwa eine Verbesserung des Öffi-Angebotes und gezieltes Ausbauen im niederrangigen Straßennetz.

BIG A3

Die BIG A3 – an der UDW Mitglieder maßgebend mitarbeiten – kämpft seit fast 20 Jahren gegen den Weiterbau der A3. Gleichzeitig werden durch die Bürgerinitiative sinnvolle Entlastungsmaßnahmen für die Anrainergemeinden im  Grenzgebiet angeregt.

Gerade entlang der Transit- und Einzugsroute: Klingenbach, Siegendorf, Zagersdorf, Wulkaprodersdorf ..  ist diese Entlastung besonders wichtig. Denn in Ungarn gehen die Baumaßnahmen der M85 in Richtung österreichische Grenze gehen ungebremst weiter und werden die Region bald mit neuem Verkehrsaufkommen belasten.

 

Dazu unsere UDW Umweltgemeinderätin Grete Krojer:

Nun stehen wir vor einem Etappensieg. Die Autobahn wird nicht verlängert und der Transitverkehr bleibt uns erspart.

Dennoch leidet die Bevölkerung besonders in Wulkaprodersdorf an der bereits bestehenden Verkehrsbelastung. So könnte z.B. die Wienerstraße durch eine Verlagerung der B16 auf den Autobahnzubringer vom Verkehr entlastet werden. Dazu gibt es bereits mehrere Lösungsvarianten.

Um  mehr gegen den Klimawandel zu tun werden in Zukunft weitere Schritte  notwendig sein. Dies erfordert aber, dass immer mehr Menschen wirklich bereit sind selbst aktiv mitzuwirken. Und dazu zählt auch, dass der Autoverkehr insgesamt nicht wächst, sondern reduziert wird.

Denn Verkehrsexperten kommen immer wieder zu folgenden  Forschungsergebnissen:

„Mehr Straßen ziehen mehr Verkehr an!     

Mehr Straßen bringen längerfristig keine Entlastung!

Mehr Straßen fördern und beschleunigen weitere Belastungen!”

 

 

erstellt von: Wolfgang Reiser                                                         Aufrufe: 201