Coronavirus – Gesunde Covid-19 Patienten für Plasmaspenden gesucht

In einer Pressekonferenz vom 7.5.2020 bittet Gesundheitsminister Anschober die Bevölkerung, im Kampf gegen das Virus Blut zu spenden. Blutplasmaspenden von Patienten, die bereits vom Coronavirus geheilt sind, können schwer an Corona Erkrankte retten.

Aus dem Plasma lassen sich Antikörper gewinnen, die für die Behandlung wichtig sind. Außerdem benötigen Forscher Plasma um aus den Antikörpern einen Impfstoff herzustellen, Kurier7.5.2020 Anschober bittet um Plasmaspenden, Steirer nach Blutplasmabehandlung genesen. Ebenso berichtete der Gesundheitsminister über die positive Entwicklung der Corona-Situation nach den Ausgangslockerungen.

An der MedUni Graz konnten drei Patienten durch eine Plasmatherapie gerettet werden. Einer davon wurde bereits entlassen. Der Mediziner Robert Krause berichtete über die Therapie an der MedUni Graz. Der bereits genesene Patient lag in einem sehr schlechten Zustand auf der Intensivstation und leidet seit seiner Geburt an einer Immunschwäche. Man  entschloss sich schließlich, ihn mit den Antikörpern eines passenden Plasmaspenders zu behandeln. Vier Tage später konnte er bereits auf die Normalstation verlegt werden.

Das Rote Kreuz sucht Menschen, die nachweislich an Covid-19 erkrankt waren und seit mindestens 14 Tagen wieder gesund sind. Sie können Lebensretter für andere Covid-19-Patienten werden. Die im Blutplasma von Genesenen vorhandenen Antikörper helfen schwer erkrankten Personen, ihre Infektion zu besiegen.

Die Suche nach wieder gesunden Covid-19-Plasmaspendern läuft auf Hochtouren. Wer also nachweislich nach einer Covid-19 Infektion geheilt ist, kann sich beispielsweise telefonisch oder per Mail in einem Plasmazentrum melden (+43 (0)120 609 2538 oder plasmaspende@takeda.com), oder beim Roten Kreuz melden um einen Termin zu vereinbaren.

 

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Coronavirus – Wulkaprodersdorfs Bürgermeister sieht Klärungsbedarf

Die Coronakrise veränderte ab Mitte März unseren Alltag dramatisch. In diesen Wochen war man sich in der Politik auf Bundes- und Landesebene über die Notwendigkeit einig, Zusammenarbeit und Zusammenhalt über alle Parteigrenzen hinweg in den Mittelpunkt der politischen Arbeit zu stellen. Es gelang ohne unnötiges Gezänk unbequeme und unpopuläre Maßnahmen zur Eindämung der Pandemie gemeinsam umzusetzen.

Doch in Wulkaprodersdorf hielt und hält der Bürgermeister von Zusammenarbeit auf Gemeindeebene wenig. Nachdem auch in Wulkaprodersdorf Mitte März zwei Erkrankte gemeldet wurden fühlte sich Wulkaprodersdorfs Bügermeister von der Sanitätsbehörde zunächst “nicht informiert” und übte massive Kritik an der Bezirkshauptmannschaft und dem Vizebürgermeister. Andererseits aber ließ der Bürgemeister in Wulkaprodersdorf die Angebote anderer Parteien zur Zusammenarbeit und die Bitte um laufende Information der Gemeinderäte  unbeantwortet.

Am 17.März wurden in Wulkaprodersdorf auf Empfehlung des Landes die Gemeinderatssitzungen bis auf weiteres ausgesetzt. Während dieser Zeit sollte der Bügermeister die Gemeinderäte bzw. Gemeinderatsfraktionen über die durch ihn getroffenen dringenden Entscheidungen und Maßnahmen informieren. Die Gemeinderatsfraktionen hat der Bürgermeister bis Mitte April über eventuell durch ihn getroffene Entscheidungen nicht informiert.

Wir meinen, dass in diesen Tagen das GEMEINSAME Handeln und rasche INFORMATION der Bevölkerung erforderlich sind. Es ist nicht die Zeit für parteipolitisches Hickhack. Nach der Krise können die Maßnahmen im Detail analysiert werden und eventuelle Fehler aufgezeigt werden. Wir sehen im Gegensatz zum Bürgermeister dann aber vor allem folgende Punkte, die man klären sollte.

Was sollte NACH der Krise aufgeklärt werden?

  • Warum konnte die Sanitätsbehörde (Bezirkshauptmannschaft und Krisenkoordination) am 18. März – in der Hochphase der Coronakrise – den Bürgermeister und die Gemeinde  Wulkaprodersdorf nicht erreichen?
  • Wieso werden alle Vorschläge zur Zusammenarbeit anderer Parteien in Wulkaprodersdorf ignoriert/abgelehnt?
  • Warum erfolgt während der “Gemeinderats-Auszeit” entgegen der Anordnung der Aufsichtsbehörde über Monate hinweg keine Information von Seiten des Bürgermeisters an die Gemeinderäte oder Gemeindefraktionen?
  • Nehmen Wulkaprodersdorfs Gemeindeverantwortliche ihre Verantwortung in dieser Krisensituationen ausreichend wahr?

Krisenmanagement – Land Burgenland

Seit Beginn der Coronakrise Anfang März wird durch den Landesmediendienst auf der Website des  Burgenlandes eine Corona Informationsplattform betrieben. Wir berichten seit Beginn der Krise von dieser Plattform. Dort werden Behördenaufrufe, Empfehlungen, Informationen und auch die täglichen Zahlen über Neuerkrankungen und Genesungen veröffentlicht. Das Land und seine Mitarbeiter leisten in vielen Bereichen während der Krise hervorragende Arbeit. So wie die Bundesregierung, bemühen sich die verantwortlichen Landesstellen, die Bevölkerung laufend mit aktuellen, fundierten und geprüften Nachrichten (meist direkt aus den Sanitätsbehörden) zu versorgen. Die UDW sagt dafür DANKE!

Zusammenhalt und Information  – JA!            Politisches Hickhack – NEIN!

Am 18. März um ca. 10:00 Uhr, erschien auf dieser Plattform eine der täglichen Coronastatistiken mit Neuerkrankungen im Burgenland (covid-19, 18.3.2020). Betroffen waren auch zwei Personen aus Wulkaprodersdorf. Das Landesmedienservice teilte mit, dass sich die Betoffenen in behördlich angeordneter “häuslicher Quarantäne” befinden. Diese tägliche Statusnachricht wird auch über die offiziellen Kanäle (facebook, Medienverteiler ua.) des Landes sowie die Warnmeldungen der Landessicherheitszentrale verteilt. Vor Erscheinen der Nachricht hat die Sanitätsbehörde / Bezirksverwaltungsbehörde nach eigenen Angaben erfolglos versucht den Bürgermeister von Wulkaprodersdorf bzw. die Gemeinde zu erreichen. Dies hatte eine ungewöhnliche Mitteilung des Bürgermeisters zur Folge.

Bürgermeister nicht erreichbar, Panik in Wulkaprodersdorf?

Abends am 18. März teilte der Wulkaprodersdorfer Bürgermeister auf seiner privaten Facebookseite und der seiner Partei mit, dass weder er noch die Gemeinde über die Coronaerkrankungen im Ort  durch die zuständige Behörde informiert wurden. Nach Bekanntwerden der Nachricht gegen Abend sei Panik in Wulkaprodersdorf ausgebrochen und sein Telefon heiß gelaufen. Die Behauptung der Bezirkshauptmannschaft, dass man ihn tagsüber telefonisch und über Mobilbox zu erreichen versucht habe, könne so nicht stimmen! Es wurde zwar seine Bürokollegin erreicht, er aber nicht! Nachdem er von den Erkrankungen erfahren hat, hat er sofort die Hintergründe durch Anruf bei den Betroffenen recherchiert. Dass der Vizebürgermeister die covid-19 Information des Landes gleich nach der Veröffentlichung weitergegeben hat bezeichnet der Bürgermeister mit “Öl ins Feuer giessen und verwerflich”. Er meint, dass diese beiden Punkte: 1) unterbliebene Verständigung durch die Behörde und 2) voreilige Informationsweitergabe durch den Vizebürgermeister  noch einer Aufklärung bedürfen!
Die Mitteilungen des Bürgermeisters im Original: ÖVP am 18.März, Gemeinde am 19.März.

Was man neben dieser Mitteilung wissen sollte!

Die Sanitätsbehörden arbeiten nach rechtich festgelegten Regelungen. Betroffene Personen werden bei Symptomen auf eine Corona Erkrankung durch die Sanitätsbehörde getestet und befragt. Die Befragung führt geschultes Fachpersonal im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben durch. Es wird dabei auch nach eventuellen Kontakten mit anderen Personen gefragt und sollte dies der Fall sein, erfolgt deren Verständigung und eventuell weitere Tests. Sind die Tests positiv wird mit Bescheid die Quarantäne verfügt. In weiterer Folge werden die Corona Statistik Datenmeldungen erstellt. Dies alles unterliegt dem Datenschutz und die Erkrankten dürfen namentlich auch nicht genannt werden. Dann wird die Gemeinde bzw. der Bürgermeister als deren Vertreter verständigt. Danach erfolgt die Informationsweitergabe durch die Krisenstäbe.
Aufgabe der Gemeinden ist es:  1) die Ortsbevölkerung zu informieren und 2) eventuell örtliche Vorkehrungen zu treffen. Beispiel: Auf die Einhaltung der Schutzmaßnahmen hinweisen, eventuelle Hilfestellungen und weitere Maßnahmen zu organisieren ua.

Gott sei Dank sind die Erkrankten in Wulkaprodersdorf mittlerweile wieder gesund. Im Gegensaz zur Panik -Beschreibung  des Bügermeisters haben sich die  WulkaprodersdorferInnen in den vergangenen Wochen besonnen und diszipliniert verhalten.

Gemeinderatssitzungen ausgesetzt!

In Wulkaprodersdorf finden seit Dezember des Vorjahres keine Gemeinderatssitzungen mehr statt. Der Start für das Jahr 2020 wäre am 30. März vorgesehen gewesen. Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr hat die Aufsichtsbehörde den Gemeinden am 16. März empfohlen, vorerst keine Sitzungen der Kollegialorgane abzuhalten. Diese Empfehlung wurde mit Zustimmung aller Gemeinderäte ab 17. März umgesetzt.  Betroffen sind zB. Gemeinderat,  Gemeindevorstand, Ausschüsse. Weiters stellt die Behörde fest, dass ein Ausfall der durch das Gesetz vorgeschriebenen Sitzungen aufgrund der Krisensituation gerechtfertigt ist. Unaufschiebbare Entscheidungen dieser Organe können durch den Bürgermeister in Absprache mit der Aufsichtsbehörde getroffen werden. Der Bürgermeister muss jedoch unverzüglich die Gemeinderäte darüber informieren und die Beschlüsse nachträglich einholen.

Mit der Zustimmung zum Aussetzen der Gemeindesitzungen hat  die UDW Vorsitzende am 17. März einen Brief an die Gemeinde und den Bürgermeister gerichtet. Sie bietet darin ihre Mithilfe bei Covid-19 Maßnahmen an und bittet über getroffene Maßnahmen als Gemeinderätin und Fraktionsvorsitzende informiert zu werden.  Der Brief blieb vom Bürgermeister unbeantwortet und eine Information über geplante Maßnahmen und Vorhaben während der Krise ist nicht erfolgt.

Ich bitte mich als Gemeinderätin und Obfrau der UDW über die Maßnahmen die im Rahmen des Coronavirus für die Gemeinde bzw. GemeindebürgerInnen verfügt werden, am Laufenden zu halten bzw. schlage ich vor einen ‘Krisenstab’ unter Einbeziehung aller Fraktionen in der Gemeinde zu konstituieren, um die notwendigen laufenden Informationen und auch Rückmeldungen (Probleme, Bedarf an Hilfeleistungen, etc.) aus der Bevölkerung zu erhalten, die Lage zu beraten und zu beurteilen, Entscheidungen vorzubereiten und die Ausführung zu koordinieren und aufzuteilen.

Lt. Aussendung wurden bereits vom Hrn. Bürgermeister die ersten Schritte gesetzt, entsprechend der weiteren Entwicklung der Lage braucht es allenfalls noch weitere Maßnahmen und ich meine, dafür tragen wir als Gemeinderäte auch eine gewisse Verantwortung.Daher möchte ich meines dazu beitragen und biete meine Unterstützung an.

Sabine Szuppin

Um die Handlungsfähigkeit der Gemeinden sicherzustellen wurde am 16. April im Burgenländischen Landtag die Gemeindeordnung novelliert und die ersten Unterstützungspakete beschlossen. Damit können während der Coronakrise die demokratishen Mechanismen wie die Abhaltung von Sitzungen und Beschlussfassungen des Gemeinderates und Gemeindevorstandes per Videokonferenz oder Umlaufbeschluss stattfinden.  Ebenso wurde ein Maßnahmenpaket für den Finanzbereich beschlossen, damit die Gemeinden kleine, lokale Betriebe besser unterstützen können. Diese angebotenen Möglichkeiten sollten bei Bedarf durch die Gemeinden aufgegriffen werden, ORF Landtag im Zeichen der Coronakrise.

 

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Coronavirus: Appell an ältere Bevölkerung

Seit heute 14.4.2020 tritt eine Lockerung der bisher geltenden Schließung vieler Geschäfte in Kraft. Es können nun auch wieder Bau- und Gartenmärkte (ohne Größenbegrenzung) sowie kleinere Händler (mit Kundenbereich im Inneren bis zu 400 m²) ihre Geschäfte öffnen, orf.at

Die getroffenen Schutzmaßnahmen in den Geschäften bleiben bis auf Weiteres aufrecht. Alle MitarbeiterInnen mit Kundenkontakt und alle KundInnen müssen beim Einkauf Mund-Nasen-Schutzmasken tragen und einen Mindestabstand von einem Meter einhalten.

Geschäfte  dürfen pro 20 m² Geschäftsfläche nur eine Kundin/einen Kunde einlassen. Bei kleineren Geschäften darf sich nur eine Kundin/ein Kunde im Geschäft befindet.

Burgenlands Landesrat Illedits richtet einen Appell an die ältere Bevölkerung: „Es ist sehr erfreulich, dass der Handel schrittweise hinaufgefahren wird und die Wirtschaft ein wenig aufatmen kann. Die Gesundheit und deren Schutz stehen dennoch nach wie vor an oberster Stelle! Ich appelliere besonders an die gefährdeten Gruppen – allen voran die älteren Burgenländerinnen und Burgenländer – abzuwarten, bis sich der erste Ansturm auf die Geschäfte gelegt hat. Kein Gut ist so wichtig wie die Gesundheit. Vor allem die älteren Burgenländerinnen und Burgenländer sollten auf sich Acht geben, die ersten Tage noch nicht einkaufen gehen und den ersten Ansturm auf die Gartenmärkte abwarten. Dadurch wird die Freude an der Gartenarbeit auch ungetrübter“, lesen Sie mehr auf burgenland.at.

In Wulkaprodersdorf ist die Altstoffsammelstelle ab 14.4. wieder geöffnet, da der Burgenländische Müllverband den täglichen Tausch der Sperrmüllcontainer zugesagthat. Beachten Sie jedoch die geänderte Einteilung: Öffnung Sammelstelle.

Alle wichtigen Links zu Informatonen, Anordnungen, Statistiken finden Sie in unserem Beitrag: Coronavirus – AKTUELL

 

 

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Coronavirus – Mund-Nasen-Schutz beim Einkauf

Die Bundesregierung hat heute, 1. April 2020, einen Erlass mit weiteren Maßnahmen im Kampf gegen die  Verbreitung des Coronavirus veröffentlicht. Spätestens ab 6. April soll in Supermärkten, Drogerien und Drogeriemärkten ab einer Größe von 400 m² das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes Pflicht werden. Außerdem darf sich nur eine bestimmte Anzahl an Kunden gleichzeitig in einem Supermarkt aufhalten.

Das Land Burgenland unterstützt diese Maßnahmen. LH-Stv.in Eisenkopf: „Die Einhaltung der Vorgaben ist wichtig, um Menschen zu schützen und das Coronavirus einzudämmen. Die Verschärfung der bereits sehr umfassenden Maßnahmen ist notwendig, um uns alle, vor allem aber die ältere Generation und Menschen mit schwachem Immunsystem bestmöglich zu schützen und einer weiteren Verbreitung des Coronavirus entgegen zu wirken“, erläutert Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag.a Astrid Eisenkopf und betont weiter: „Wir als Land Burgenland tragen diese Maßnahmen vollinhaltlich mit, da wir uns unserer Verantwortung gegenüber den Burgenländerinnen und Burgenländern bewusst sind.“

 

Konkret gilt laut dem Erlass des Gesundheitsministeriums ab spätestens 6. April:

  • Kunden dürfen Supermärkte nur mehr mit Mund-Nasen-Schutz betreten.
    Die Mitarbeiter von Supermärkten und Drogerien/Drogeriemärkten sind angehalten, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen. Außerdem müssen sie Handschuhe tragen und weiterhin die Vorgaben zur Händehygiene einhalten.
  • Ab Verfügbarkeit sind diese Mund-Nase-Schutzmasken den Kunden kostenfrei zur Verfügung zu stellen, wenn diese selbst keine mitbringen.
  • Beim Eingang von Supermärkten müssen Desinfektionsmittelspender aufgestellt werden.
  • Der Haltegriff von Einkaufswägen ist nach jedem Kundengebrauch zu desinfizieren.
  • Bei Kassen mit Mitarbeiterbedienung muss ein Plexiglasschutz vorhanden sein.
  • Zur Einhaltung des vorgeschriebenen Sicherheitsabstandes von einem Meter sind im Kassenbereich Bodenmarkierungen anzubringen.
  • Um den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand von einem Meter sicherzustellen, darf sich nur eine je nach Größe des Geschäftslokals festgelegte Anzahl von Kunden gleichzeitig im Geschäft aufhalten. Bei Erreichen dieser Anzahl dürfen weitere Kunden – entsprechend dem „One-in-one-out-Prinzip – den Supermarkt nur erst betreten, wenn ihn zuvor welche verlassen haben.

In Supermärkten sowie Drogerien und Drogeriemärkten mit einem Kundenbereich von weniger als 400m2 sind abweichend von diesen Bestimmungen die allgemeinen Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus, wie z.B. regelmäßiges gründliches Reinigen der Hände der Mitarbeiter mit Seife oder einem Desinfektionsmittel, einen Abstand von mindestens einem Meter und Einhaltung von Atemhygiene (Bedecken von Mund und Nase mit einem Taschentuch beim Husten/Niesen) der Mitarbeiter, einzuhalten.

Mund-Nasen-Schutz – einfacher Schutz, um andere nicht anzustecken

Bei dem vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz (MNS) handelt es sich nicht um Schutzmasken wie bei medizinischem Personal. Der Mund-Nasen-Schutz, der Mund und Nase bedeckt, dient als Barriere gegen die Übertragung von Viren an andere Personen über die Luft oder mittels Tröpfcheninfektion. Dazu ist keine medizinische Schutzmaske nötig, sondern nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind auch Baumwollmasken ausreichend.

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Coronavirus – Hilfs- und Unterstützungsprojekte im Burgenland

Unterstützung für Pflege- und  Betreuung

Laut ORF – Recherche gibt es im Burgenland rund 6.400 Betreuerinnen, die von Agenturen an mehr als 3.000 Hilfsbedürftige vermittelt werden. Viele der Betreuerinnen in der 24-Stunde-Pflege kommen aus Osteuropa, der größte Teil aus Kroatien.  In der Regel wechseln sich diese im Monatsrhytmus ab.

Durch die Corona-Krise kommt dieses System ins stocken, denn die Grenzen sind weitgehend geschlossen und viele der Betreuerinnen sitzen in ihrer Heimat fest. Die Caritas und andere  Hilfsorganisationen warnen daher vor einem drohenden Notstand. (ORF 25.3.20, 24h-Pflege – Warnung vor Notstand).

(c) Landesmedienservice Burgenland

Diesem Problem will das Land mit einem Notfallplan entgegentreten. Laut Soziallandesrat Illedits hat der Bund dem Burgenland für solche Maßnahmen 3,3 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Die Schwerpukte der Maßnahmen  des Burgenlandes sind laut LR Illedits:

Service weiter ausgebauen – Pflegehotline:  057-600-1000, dort sind Pflege- und Sozialberaterinnen und Berater täglich von 8.00 bis 18.00 Uhr zur Verfügung.

Zusätzliche Ersatzbetreuungseinrichtungen für die Dauer der Pandemie einrichten. “Wir werden die notwendige Infrastruktur mit dem dafür qualifizierten Personal einrichten und eine ausreichende Anzahl an Betten vorhalten können.

Zusätzliche Landesförderung für die 24 Stunden Pflege in der Höhe von 400 bis 600 Euro. „Mit dieser Unterstützung wollen wir erreichen, dass die Menschen weiterhin in den eigenen vier Wänden gut versorgt werden können.Landesmedienservice 24.3.20: Pflegebedarf gesichert

 

Unterstützung für die burgenländische Wirtschaft

(c) Landesmedienservice Burgenland
Viele Unternehmen stehen durch die Corona-Krise vor existenzbedrohenden Herausforderungen und wissen nicht, wie es mit ihrem Unternehmen in den nächsten Wochen weitergeht. Bereits letzte Woche hat die burgenländische Landesregierung ein 30 Mio. Euro starkes Hilfspaket aus drei Programmen vorgestellt.

Das Landesmedienservice Burgenland hat dazu folgende Übersicht und Erläuterungen der Hilfsmaßnahmen von Landeshauptmannstellvertreterin Eisenkopf veröffentlich:

Kleine und mittelgroße Unternehmen sollen mit einem Haftungsprogramm unterstützt werden. Diese Maßnahme erfolgt über die finanzierenden Banken an die WiBuG. Haftungen speziell für die Tourismusbetriebe gewährt die Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT, hotline(at)oeht.at). Das Land beteiligt sich an diesem Programm und übernimmt die anfallende Zinslast für die Betriebe zu Gänze.

An die kleinen Unternehmen des Landes mit bis zu 50 MitarbeiterInnen werden als Soforthilfe attraktive Kleinstkredite gewährt. Die Abwicklung erfolgt direkt über die WiBuG.

Aus einem neu eingerichteten „Corona Härtefonds“ werden Ein-Personen- und Kleinstunternehmen mit bis zu neun MitarbeiterInnen Gelder als Soforthilfe zur Verfügung gestellt. Dies gilt bei starker Betroffenheit, wie behördlicher Schließung oder starken Umsatzeinbrüchen. Bei Vorliegen einer existenzbedrohenden Notlage können Miet- und Fixkosten in den Wirtschaftsmonaten März bis Juni bezuschusst werden (Landesmedienservice 20.3.20: Land schnürt Unterstützungspaket)

Das Land Burgenland empfiehlt ebenso den Gemeinden eine Stundung der Kommunalsteuer. Unternehmen quer durch alle Branchen sind massiv von der Corona-Krise betroffen und würden von der Maßnahme profitieren, sagt Landeshauptmannstellvertreterin Astrid Eisenkopf (ORF 26.3.20, Kommunalsteuer später zahlen, Landesmedienservice 25.3.20)

 

Regionale Projekte

Viele Gemeinden haben Nachbarschaftshilfsprojekte gestartet.  Durch die Epidemie besonders gefährdete Personen können Einkäufe, Apothekengänge von Hilfspersonal oder Freiwilligen kostenlos durchführen lassen. Dieses Service kann man telefonisch im Gemeindeamt abrufen.

Es entstehen Plattformen für regionale Nahversorger, die ihre Produkte und Dienstleistungen online anbieten können und in einem nahen Umkreis liefern. Details unter: gemeinsamschaffenwirdas.at (Beitrag ORF 25.3.2020)

 

Projekte Wulkaprodersdorf

In  Wulkaprodersdorf können betroffene Personengruppen für Einkäufe und andere Tätigkeiten in der Öffentlichkeit Hilfe im Gemeindeamt anfordern unter: 02687/62222 oder 0664/1371051  Gemeindeaussendung 16-3-20

Darüber hinaus bieten in Wulkaprodersdorf einige Betriebe Hauszustellungen an und sichern damit die reibungslose Versorgung: Nahversorger Hauszustellung Wulkaprodersdorf

 

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