Kinderbetreuung GRATIS!

Jedes Kind soll das gleiche Recht auf eine pädagogische Betreuung haben.

Deshalb hat der Gesetzgeber den GRATIS Kindergarten und die Ferienbetreuung eingeführt. Jedes Kind soll einen Platz haben – aus welchen Gründen Eltern ihr Kind auch immer in die Kinder- oder Ferienbetreuung geben.

Dieses Gesetz wurde am 17.10.2019 einstimmig von allen im Bgld.Landtag vertretenen Parteien – also auch der ÖVP –  beschlossen. Das Land hat zugesichert die für die Gemeinden entstehenden Mehrkosten (ähnlich der Kindergartenförderung) zu übernehmen.

Dank der in unserer Gemeinde bestens geführten Kinderbetreuungseinrichtungen können wir stolz sein, dass Eltern vor allem aus pädagogischen Gründen diese Betreuung in Anspruch nehmen. Aber auch die sozialen Kontakte und der frühzeitige Umgang mit anderen Kindern in der Gruppe, die ein Kind prägen, sind mit ein Grund warum Kinder gerne in den Kindergarten/ -krippe/ Hort/ Ferienbetreuung gebracht werden.

Unser Bürgermeister verlangt für die Anmeldung zur Ferienbetreuung von den Eltern einen schriftlichen Nachweis mit der Bestätigung darüber, dass die Eltern tagsüber ortsabwesend sind oder keinen Urlaub in Anspruch nehmen können. Dies owohl von Landesseite mehrmals wiederholt wurde, dass dies nicht erforderlich ist! Der Auftraggeber des Gesetzes – Landeshauptmann, Soziallandesrat – haben ebenso klargestellt, dass eine Förderung auch nicht von dieser Bestätigung abhängig ist!

Daher unsere Frage:
Wer kann sich das Recht herausnehmen, darüber zu entscheiden, aus welchem Grund Sie ihr Kind in Betreuung geben und wer soll diese angeführten Gründe nachweislich bestätigen?

Aus Sicht der UDW ist der nachweisliche Bedarf durch eine schriftliche verbindliche Anmeldung ausreichend. Den Dienstgeber der Eltern aufzufordern, nachweislich zu bestätigen, dass kein Urlaub in Anspruch genommen werden kann, widerspricht dem Urlaubsrecht und den Interessen des Dienstgebers!

Warum der Bürgermeister für Eltern in Wulkaprodersdorf schärfere Zugangsbestimmungen fordert als die Landesregierung (Fördergeber) bzw. unsere Nachbargemeinden ist uns nicht klar. Ebenso ist uns nicht klar, warum er in der letzten Ausgabe von Wulkaface diese Aufgabe als Argument für die hohen Personalkosten in der Gemeinde Wulkaprodersdorf heranzieht – vergleichbare Gemeinden arbeiten effizienter.

Der UDW sind die Interessen der Kinder und der Eltern wichtig. Es muss eine Entscheidung der Eltern bleiben, warum sie ihre Kinder in eine Betreuung geben!

GRATIS verlangt natürlich auch einen wertschätzenden Umgang mit den finanziellen und personellen Ressourcen, für die die Gemeinde zu sorgen hat. Daher muss eine verbindliche Anmeldung der Eltern gewährleistet sein.

 

 

erstellt von: Wolfgang Reisner ,                                                                            Aufrufe bisher: 9

Thema Schulweg – Ihr Kind alleine unterwegs?

Der Schulweg als Erfahrungsraum

Ob Kinder sicher und gesund mobil sein können, hängt vom Verhalten der Erwachsenen ab. Es sind die Eltern, die darüber entscheiden, ob sie ihr Kind mit dem Auto mitnehmen, mit dem Rad oder zu Fuß begleiten oder ganz allein auf den Weg schicken. Das Verhalten der Eltern prägt die Mobilität und die Entwicklung der Kinder.

 

 

Kurz vor acht Uhr

Es ist morgens kurz vor acht und vor Ihrer Schule herrscht Chaos: Autos halten an, rangieren, wenden, Türen klappen, und dazwischen schlängeln sich die Kinder durch in Richtung Schulgebäude. Kommt Ihnen diese Situation bekannt vor? Spielen sich vor Ihrer Schule täglich ähnliche Szenen ab?

Kinder werden auf ihrem noch so kurzen Weg zwischen elterlichem Auto und Schuleingang mit der unübersichtlichen Verkehrssituation konfrontiert und dadurch gefährdet. So entsteht die groteske Situation, dass gerade jene Erwachsene, die ihre Kinder vor Verkehrsunfälle schützen wollen, selbst zur Gefährdung der Kinder beitragen.

 

Verkehrsunfälle

Schulwege sind ein wesentlicher Bestandteil des gesamten Verkehrsaufkommens. Tag für Tag machen sich zehntausende Menschen auf den Weg zur oder von der Schule. Staus, starke Umweltbelastung und eine hohe Gefährdung der Kinder – vor allem dann, wenn sie zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule kommen – sind die Folgen.

Viele Eltern meinen deshalb, dass es am sichersten ist, die Kinder mit dem eigenen Pkw zur Schule zu bringen – ein Irrtum wie die Zahlen belegen: In Österreich verunglücken jedes Jahr über 4.000 Kinder im Straßenverkehr, 15 % davon auf dem Schulweg, aber 44 % als MitfahrerInnen im Pkw. Kinder sind in der heutigen komplexen, hochtechnisierten Verkehrswelt stark gefährdet. Ohne entsprechende Maßnahmen wird sich das Verkehrsaufkommen an unseren Schulen in den nächsten zehn Jahren verdoppeln und die Gefährdung der Kinder und Jugendlichen wird weiter ansteigen.

Wenn mehr Kinder zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule kommen, wird auch der Schulweg sicherer. Jede Autofahrt erhöht das Unfallrisiko auf den Straßen. Morgens und mittags vor der Schule wird das besonders deutlich, wenn Eltern ihre eigenen und anderen Kinder gefährden, weil sie mit dem Auto bis vor die Tür fahren. Durch den motorisierten Hol- u. Bringdienst wird das Problem jedenfalls nicht gelöst.

 

Bewegung

Bewegungsmangel führt nicht nur bei Erwachsenen oft zu gesundheitlichen Problemen. Auch immer mehr Kinder bewegen sich im Alltag so wenig, dass ihre gesunde Entwicklung beeinträchtigt wird. Bewegung ist jedoch nicht nur für die körperliche Entwicklung von Kindern sehr wichtig. Auch die geistige Entwicklung steht in direktem Zusammenhang mit der motorischen Leistungsfähigkeit und diese wirkt sich wiederum positiv auf die Schulleistungen des Kindes aus.

 

Selbständigkeit und Orientierung

Schritt für Schritt seine eigenen Wege kennen zu lernen, führt die Kinder allmählich in die Selbständigkeit und Sicherheit. Und sie lernen vieles was ihnen auch in ihrer Freizeit nützt, um sicher unterwegs zu sein. Es gehört zur natürlichen Entwicklung eines Kindes, dass es seinen Aktionsradius mit zunehmendem Alter immer weiter ausdehnt.

 

Natur und Kontakte

Der Schulweg ist für Kinder eine gute Gelegenheit Kontakte zu anderen Kindern zu knüpfen und Freundschaften zu pflegen. Sie können sich nach dem Unterricht noch unterhalten und ein Stück gemeinsam gehen. Sie haben die Gelegenheit den Schulalltag allein oder mit Freunden zu verarbeiten. Sich in der Natur bewegen, Naturerlebnisse u. Eindrücke sammeln, Sauerstoff tanken u. Stress abbauen – wichtige Faktoren für eine gesunde Entwicklung des Kindes.

Im Erleben alltäglicher zwischenmenschlicher Situationen auf der Straße lernen Kinder unterschiedliche soziale Situationen kennen und mit ihnen umzugehen. Kinder brauchen Gelegenheit, ihre eigenen Erfahrungen zu machen, damit sie auch in sozialer Hinsicht die Chance erhalten selbständig zu werden.

 

Wussten Sie, dass ….

  • etwa ein ¼ aller Wege, die Mütter jeden Tag zurücklegen, dem Bringen oder Abholen von Kindern dient.
  • die motorische Leistungsfähigkeit der Kinder deutlich niedriger ist als vor zwanzig Jahren
  • dass die sogenannten “Elterntaxis” nicht für einen sicheren Schulweg sorgen sondern das “Chaos vor der Schule” fördern.

Damit der tägliche Schulweg sicher bleibt setzt sich die UDW für verkehrsberuhigte Zonen in Wulkaprodersdorf ein. BESONDERS vor unserer Schule und vor dem Kindergarten:  Leitziele Verkehrsberuhigung.

 

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Kinderbetreuungsplätze

Der Gemeinderat befindet sich zur Zeit in einem Entscheidungsfindungsprozess hinsichtlich der Kindergarten- und Kinderkrippenbetreuung.

Kindergarten und Kinderkrippe sind voll ausgelastet. Ein rasches Handeln ist erforderlich. Bei weiteren Anmeldungen steht die Gemeinde unter Umständen vor dem Problem Kinder abweisen zu müssen.

Die UDW möchte, dass die Kinderbetreuung für jede Familie und zu jeder Zeit sichergestellt ist! Jedes in Wulkaprodersdorf wohnhafte Kind soll einen Kinderbetreuungsplatz haben!

Folgende Vorschläge stehen zur Diskussion:

  • Bürgermeistervorschlag:
    Architekt Bauer hat einen Plan für eine Erweiterung des Kindergartens vorbereitet. Die Fertigstellung dafür könnte bereits 2018 erfolgen.
  • SPÖ-Vorschlag:
    Neubau mit Kosten von ca. 2,5 Mio. ohne konkretes Grundstück.
    Fördermittel sind dabei nicht berücksichtigt.

Die Meinung der UDW:
Für einen Neubau müsste zuerst ein Grundstück angekauft werden. Es bräuchte Planungsvorschläge, eine Bauausschreibung, Vergabe- sowie Zeit- und Finanzierungspläne. So ein großes Bauprojekt ist erfahrungsgemäß nicht in ein bis zwei Jahren abzuwickeln. Grundstückskauf, eventuelle Umwidmung, aufsichtsbehördliche Genehmigung der erforderlichen Kredite, ….

All das liegt nicht vor. Zur Planung bedarf es eines ausgereiften Konzeptes, welches auch finanziell umsetzbar sein muss. Nur auf dieser Basis kann es einen gemeinsamen Diskussionsprozess geben.

Eine Lösung muss im Interesse unserer jungen Familien rasch umgesetzt werden. Wir sind für eine zweckmässige, durchdachte Lösung. Einem solchen Vorhaben muss aber auch eine verantwortungsbewusste Planung vorausgehen.

Lesen Sie dazu auch unsere Zeitung vom Juni 2017 (Seite 5)