Zeitung April 2019

Unsere neue UDW Zeitung April 2019 ist fertig.

Die Artikel  können Sie auch in unseren HP Beiträgen mit zusätzlichen Details und Links zu Hintergrundinformationen nachlesen – jederzeit aktuell.
Die UDW Zeitung beinhaltet folgende Themen:

 

Aufrufe: 72

Leistbares Wohnen in Wulkaprodersdorf

Baugebiet Mühlgasse?

In der letzten ÖVP Aussendung Wulkablick 1/2019 und in der letzten Gemeinderatssitzung (28.3.2019) wurden zum Thema Bauland Mühlgasse falsche Behauptungen aufgestellt, die wir nicht unbeantwortet lassen wollen.

Um das eigene Versagen zu verdecken, wirft die ÖVP (durch ihren Ortsobmann) der UDW und SPÖ Fraktion bei der Bauland Aufschließung Blockadestrategie und Konzeptlosigkeit vor.

Vergessen sind:

  • die missglückten Aufschließungsvorhaben der ÖVP in der Weinbergstraße,
  • der durch die ÖVP ignorierte Alternativvorschlag der UDW – GR-Antrag auf Umwidmung in der Gartengasse,
  • die ungehörte UDW Forderung nach Leerstandserhebungen im Dorf,
  • der jahrelang abgewehrte Antrag der UDW auf ein professionelles Bauland- und Betriebsmanagment mit Flächenanalysen für Wohnbau- und Gewerbe- Bedarfserhebung ….)

Die vorprogrammierten Probleme in der Mühlgasse (Geruch- und Lärmbelastung, Verlegung Schweinemastbetrieb, keine Verringerung der Baulandreserven, A3…) werden klein geredet. Bei einer Verlegung des Schweinemastbetriebes ist für die Planung, das Genehmigungsverfahren des Betriebes und den Abschluss von Optionsvertägen mit einem Zeitraum bis zu 1 1/2 Jahren zu rechnen, bis klar ist, ob eine Verlegung überhaupt eine Genehmigung erhält.

Stattdessen meint die ÖVP den anderen Fraktionen Enteignung der Grundbesitzer und Unterstützung der Bauspekulanten vorwerfen zu müssen, wenn mit der Umwidmung ein Bauzwang gefordert wird.

Die ÖVP hat in der Gemeinderatssitzung im Dezember 2018 den Bauzwang von 10 Jahren auf die im Privatbesitz verbleibenden Grundstücke mitbeschlossen!

Die ÖVP verschweigt, dass die Gemeinde durch die Raumplanungsbehörde in der Neuschaffung von Bauland eingeschränkt ist. Es gibt bereits jetzt zuviele Baulandreserven in Form von Aufschließungsgebieten – laut Landesregierung 24 ha unbebautes gewidmetes Bauland! Eine Umwidmung ohne Bauzwang für Privatgründe ist nach den neuen Bestimmungen des Raumplanungsgesetzes nicht mehr möglich. Um ungenutzte Baulandreserven zu reduziern wird die Gemeinde nicht darum herum kommen, die vor vielen Jahren großzügig gewidmeten Bauland-Auschließungsgebiete, die nicht einer Bebauung zugeführt werden und die nicht an Baulandsuchende verkauft weden, bzw. die nicht mehr bebaut werden dürfen – zB infolge Hochwassergebiet – wieder in Grünland zurück zu widmen. Warum das so ist und was wir zur Schaffung von Bauland tuen wollen lesen Sie in unserem Beitrag vom 13.12.2018.

Vergessen wird zu erwähnen, dass durch den GR-Beschluss die Gründe mit einem Schlag von € 2,30 – 2,50 pro m² auf bis zu € 80 – € 100,- aufgewertet werden (Grundstückspreise 2017 Statistik Austria). Sollte kein Baubedarf vorliegen oder ein Verkauf nicht möglich sein, würde die Gemeinde den Besitzern den Grund um € 55,- pro m² abkaufen. Weiters wird nicht erwähnt, dass in der Mühlgasse manche GrundeigentümerInnen die gesamte Fläche für Bauwillige weiter geben, andere GrundeigentümerInnen keinen bzw. nur einen kleinen Teil ihrer zukünftigen Baugründe weiter verkaufen. Dies hat zur Folge, dass diese Flächen (für längere Zeit zumindest) nicht aus der Baulandreserve fallen und es ist anzunehmen, dass dadurch die Baulandpreise weiter in die Höhe getrieben werden mit allen negativen Auswirkungen.

Damit fördert die ÖVP die Zunahme von unbefristeten Baulandreserven im Privatbesitz. Dieser wird anderen Bauwerbern vorenthalten und eine längerfristige Weiterentwicklung Wulkaprodersdorfs verhindert.

 

Die UDW möchte solche SPEKULATIONEN nicht unterstützen und bleibt nach wie vor bei ihrem Ziel:

Leistbare Wohnungen für die Jugend in Wulkaprodersdorf!

  • Sofortige Verfügbarstellung von 10 bis 15 Bauplätzen
  • Umwidmung nur mit Bauzwang auf alle Grundstücke um die Baulandreserven
    zu verringern und Baugrundspekulationen zu verhindern
  • Rückwidmung bestehnder Aufschließungsgebiete, die nicht für eine Bebauung zur Verfügung stehen

Wie geht es jetzt weiter? Der Bürgermeister hat das die Oposition in der GR Sitzung gefragt.
Eigentlich ist es ein Projekt des Bürgermeisters/ÖVP. Wir haben immer nur scheibchenweise davon im Nachhinein erfahren. Wenn man etwas derart Sensibles angeht, dann sollte bereits zu Beginn eines Bauprojektes klar sein, was das Ziel ist und es sollte eine Strategie entwickelt werden, wie man dahin kommt. Es sollte daher, bevor man mit den GrundeigentümerInnen verhandelt, eine Projektbeschreibung mit allen wichtigen Merkmalen und Details zu Infrastruktur, Belastungen, Bodenqualität, Größe, Kaufpreis, Bauzwang, Aufschließungskosten, Parzellierungs- und Bebauungsplan, Zeitplan, zusätzliche vertragliche Vereinbarungen usw. geben.

Seit Beginn laufen wir hinterher und sind bemüht nach und nach die nicht gelösten Arbeitsschritte und auftretenden Probleme aus dieser “unprofessionelen”  und undemokratischen Vorgangsweise abzuarbeiten:

  • zuerst die Problematik mit dem Geruch und Lärm des Schweinemastbetriebes (Gutachten), dann
  • die nicht ausreichenden Aufschließungskriterien (Bauzwang für das gesamte Gebiet) und jetzt
  • die gescheiterten Verhandlungen mit den GrundstückseigentümerInnen.

Für uns sind die nächsten Schritte klar:
Es braucht endlich eine akkordierte und gemeinsame kurz- und mittelfristige Lösung bei der Baulandfrage!

Sofern nicht alle EigentümerInnen in der Mühlgasse einer Umwidmung in Bauland mit einer Bauverpflichtung zustimmen, müssen alternative Lösungen für eine Parzellierung in der Mühlgasse angedacht werden. Es besteht die Möglichkeit nur einen Teil der Flächen umzuwidmen und den Rest rückzuwidmen. Dies hätte zur Folge, dass unter Umständen keine Verlegung des Schweinemastbetriebes notwendig ist und dadurch schneller als geplant bis zu 10 Bauplätze verfügbar wären.
Eine Lösung wäre weiters die Umwidmung der Aufschließungsgründe in der Oberen Gartengasse bis zur Bahn. Und als nächsten Schritt muss man sich mit der Planung von mittel- bzw. langfristigen Maßnahmen zur Baulandmobilisierung auseinandersetzen! Dazu gehört auch die Entscheidung über Rückwidmungsmaßnahmen.
Jetzt braucht es als ersten Schritt eine Planung und Abstimmung aller drei Fraktionen in einer Arbeitsgruppe und erst dann eine Beschlussfassung im Gemeinderat!

 

PS: Ganz dreist finden wir es, wenn eine Fraktion die stimmenstärkste Partei im Gemeinderat ist, im Gemeindevorstand die Mehrheit hat, den Bürgermeister stellt und es bisher nicht geschafft hat umsetzbare Vorschläge zur Baulandmobilisierung vorzulegen, den anderen Fraktionen Konzeptlosigkeit vorwirft (Mandatsverteilung, Reaktion des Bürgermeisters und der Unterschied: Mehrheit – absolute Mehrheit).

Lesen Sie zu unseren Vorschlägen Anträgen und Ideen: Themenseite zur Dorfentwicklung und unser stichwortartig zusammengefasste Konzept zur Entwicklung von Bau- und Gewerbegebieten in Wulkaprodersdorf.

WO ist das Konzept der ÖVP?

 

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Brief an den Bürgermeister

In der Gemeinderatssitzung vom 28.3.2019 wurde wieder einmal über das Baugebiet “Mühlgasse” diskutiert. Diese Diskussion eskalierte und führte dazu, dass einige Zuschauer durch wütende Zwischenrufe die Sitzung störten und im Anschluss an die Sitzung Gemeinderäte der SPÖ und UDW aggressiv beschimpften.

Der für die Ordnung und Ruhe verantwortliche Bürgermeister hat seine gesetzliche Verpflichtung zur  ordnungsgemäßen Sitzungsführung nicht wahrgenommen (Gemeindeordnung GO §37, Geschäftsordnung  GOWP §11). Er hat es zugelassen, dass durch emotional geladene Wortmeldungen die ÖVP Gemeinderäte die Stimmung unter den Zuschauern immer weiter anheizten. In seinen eigenen Wortmeldungen hat er die Gründe die zur Ablehnung  des ÖVP-Antrages “Mühlgasse” durch die anderen Fraktionen führen mussten so verdeckt und verschlüsselt, dass die Zuschauer dies nicht verstehen konnten.  Trotz besseres Wissen  verstärkte er die Meinung, dass die anderen Fraktionen grundsätzlich gegen jede Baulandwidmung sind – Anträge zur Baulandwidmung wurden durch die UDW mehrmals eingebracht und von der ÖVP verhindert..

DIESE MEINUNGSMACHE IST FALSCH,
DIESE FORM DER SITZUNGSFÜHRUNG IST ERSCHÜTTERND!

 

Die Gemeinderatssitzung führte zu folgendem offenen Brief der UDW Vorsitzenden Sabine Szuppin an den Bürgermeister:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
lieber Fritz!

Ich bin schon sehr lange Gemeinderätin und habe daher schon viele Sitzungen miterlebt, aber dass nun schon zum vermehrten Male Zuhörer schreiend und die Gemeinderäte beschimpfend aus dem Saal stürmen, hat in der GR-Sitzung am 28.3.2019 seinen absoluten Höhepunkt erreicht.
Auch im Anschluss an die Sitzung werden UDW- und SPÖ-GemeinderätInnen von Bürgerinnen und Bürgern laut und aggressiv beschimpft – und sogar auch die beiden jüngsten GR-Mitglieder! Dabei sollten vor allem junge Menschen, die sich in der Gemeindepolitik engagieren wollen, um in unserem Sinne für unser Dorf wertvolle Jugendarbeit zu leisten, deinen persönlichen Schutz erhalten!

Ich bin sehr enttäuscht darüber und muss dir leider sagen, dass du unter solchen Umständen mit meiner Unterstützung im Gemeinderat zukünftig nicht mehr zu rechnen hast. Ich werde auch zu keinen Besprechungen kommen, wenn du weiter Informationen bewusst zurück hälst, um dann in der Gemeinderatssitzung zu berichten und die Stimmung eskalieren zu lassen. Das ist keine Grundlage für eine gute Zusammenarbeit. Der Gemeinderat ist ein Entscheidungsgremium und kein Kampfring.
Du hast bewusst nicht im Gemeindevorstand, im fraktionellen Gespräch und auch nicht zu meiner Mail-Anfrage vom 13.3.2019 zum Stand der Mühlgasse informiert.

Erst unter dem Deckmantel Dorfentwicklung berichtest du dem Gemeinderat vor Publikum über deine missglückten Verhandlungen mit den Grundeigentümern in der Mühlgasse und das verschlüsselt mit einem nur dir bekannten Zahlenspiel: Grundstückseigentümer 1 dafür, 2 dagegen, 3 dagegen, … dafür etc. Das war eine Verhöhnung des Gemeinderates! Deinen Ausführungen konnte die UDW und meines Wissens auch nicht die SPÖ folgen. Ohne damit konkrete Angaben zum Verhandlungsstand in der Sache Mühlgasse zu machen, hast du bewusst eine aggressive Stimmung im Saal erzeugt.
(Dazu möchte ich kurz anmerken: Genau in dieser Sitzung hast du unseren UDW-Antrag auf Einrichtung eines Beamers zur besseren Visualisierung von Gemeinderatsgegenständen als nicht gesetzlich abgetan!)

In der Dezember-Sitzung wurde von dir und deiner Fraktion der Bauzwang von 10 Jahren auf die im Privatbesitz verbleibenden 15 Privatgrundstücke mitbeschlossen! Dieser hätte längst im Gemeindevorstand oder im Bauausschuss behandelt werden müssen, um rasch Lösungen im Sinne der Bauwerber zu finden. Mit der bewussten Verlagerung der Angelegenheit in den Gemeinderat hast du nicht nur eine Lösungsfindung verschleppt, sondern hast auch die Stimmung bewusst in der GRsitzung aufheizen lassen – speziell auch durch die Wortmeldungen deiner Fraktions-Gemeinderäte.

Es war eine demokratische Entscheidung aller Gemeinderatsfraktionen und nun machen ÖVP-Gemeinderäte den anderen Fraktionen Unterstellungen und Vorhaltungen. So geht man mit demokratischen Entscheidungen nicht um und ist kein Resümee für eine Partei. Dazu möchte ich besonders anmerken, dass einige ÖVP-Gemeinderäte in der Sache ‘Baulandumwidmung-Mühlgasse’ Eigeninteresse und Verwandtschaftsverhältnisse mit den Anforderungen einer Gemeinderatstätigkeit vermischen und auch die gesetzlichen Raumplanungsbestimmungen sagen etwas anderes.

Als Bürgermeister bist du für die Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung in der GR-Sitzung verantwortlich. Bereits zum zunehmenden Mal bietest du aggressivem Verhalten sowie Applaudieren und Zurufen von Zuhörern keinen Einhalt und setzt die Gemeinderäte den Beschimpfungen durch die Öffentlichkeit aus. Damit wird ein Boden für Hass und Aggressionen aufbereitet, von dem ich mich ausdrücklich distanzieren möchte.
Ich habe meine Funktion und Aufgabe immer ernst genommen und war immer bereit im Sinne unseres Dorfes und für die Menschen, die hier wohnen, zusammen zu arbeiten. Aber unter diesen Umständen muss ich leider meine Einstellung und mein Bemühen überdenken, weshalb ich für deine öffentlich inszenierten Darstellungen und Handlungen im Gemeinderat nicht mehr zur Verfügung stehe.

Du kannst diese Nachricht auch öffentlich machen, oder besser – ich mache sie öffentlich, denn es hat die Bevölkerung das Recht zu erfahren, wie Gemeinderatssitzungen seit geraumer Zeit in unserer Gemeinde ablaufen.

Schöne Grüße
Sabine

Wie kam es zu den Entgleisungen?

Eigentlich sind sich alle Gemeinderatsfraktionen einig, dass Bauland zur Verfügung gestellt werden muss, damit unsere jungen Menschen bauen und im Dorf bleiben können. Ziele der UDW bei der Baulandmobilisierung.

ALLE Fraktionen wollen Bauland für Bauwillige schaffen.

 

Aus diesem Grund haben Ende 2018 auch alle Fraktionen dem Baugebiet Mühlgasse zugestimmt!

Gleichzeitig wurde beschlossen Nachverhandlungen (Sitzung 20.12.2018, TOP 3) mit den Grundstücksbesitzern zu führen um die von der Raumordnung geforderten Voraussetzungen für eine Baulandmobilisierung zu schaffen. Der Bürgermeister hat es vorgezogen diese Verhandlungen mit den Eigentümern alleine, ohne andere Gemeindevertreter und  ohne professionelle Berater zu führen. Die Hauptziele dieser Nachverhandlung die der Gemeinderat in der Dezember Sitzung mehrheitlich – mit den ÖVP Stimmen – beschlossen hat sind :

  • Grundregeln der Raumplanungsbehörde müssen erfüllt werden, damit diese auch zustimmen kann – Belastungen durch Aussiedlerhof verringern, Baulandreserven nicht anwachsen lassen usw.
  • möglichst viele kostengünstige Baugründe für Wulkaprodersdorfer erwirken – Verkauf der Hälfte der Baugründe an die Gemeinde, und Bauverpflichtung innerhalb von 10-15 Jahren.
Eckpunkte:
8 Besitzer, Gesamtfläche  23.160m² (29 Bauplätze)
Gesamtwert vor Aufschließung ca. € 60.000,
Gesamtwert nach Aufschließung € 2,3 Mio.
 Nachverhandlungsziel des Bürgermeisters:
Verkauf der Hälfte der Bauplätze an die Gemeinde (14) um € 55,- (Preis vor Widmung € 2,5) –
Baugründe im Privatbesitz (15) sollen in 10-15 Jahren bebaut werden.
Verlegung des Aussiedlerhofes – Baugrundbesitzer sollen Anteil der Verlegungskosten tragen.

 

Die Nachverhandlungen des Bürgermeisters mit den 8 Eigentümern sind kläglich GESCHEITERT.

Einerseits konnte der Bürgermeister nicht alle Eigentümer dazu bewegen Bauplätze an die Gemeinde zu verkaufen und andererseits wehrten sich einige gegen eine Bauverpflichtung von 10-15 Jahren. Im Anschluss an diese “Nachverhandlungen” begann der Bürgermeister mit einer Verschleierungspolitik um vom eigenen Versagen abzulenken und den anderen Fraktionen die Schuld für sein neuerliches Versagen in die Schuhe zu schieben. Denn seine bisherigen Versuche Bauland zu mobilisieren wurden aufgrund der großen Baulandreserven in Wulkaprodersdorf und zu hoher Belastungen (Lärm, Hochwasser) wiederholt durch die Raumplanungsbehörde blockiert. Dies führte zu einem jahrelangen Stillstand bei der Baulandmobilisierung. Doch er ist weit davon entfernt Alternativvorschläge der anderen Parteien anzuhören oder überparteiliche Lösungen für alle Wulkaprodersdorfer zu suchen.  Lesen sie dazu im Anschluss “Die Chronologie des Versagen”

Welche Schritte setzte der Bürgermeister nach seinen gescheiterten Verhandlungen?

  • Er betreibt Stimmungsmache indem er vor der GR Sitzung in einer Aussendung  den anderen Fraktionen  “Enteignung von Privatbesitz durch Bauzwang” vorwirft.
  • Er verdeckt sein eigenes Versagen indem er den anderen Fraktionen Verhinderungspolitik und Ideenlosigkeit vorwirft.
  • Er setzt die Gemeinderatssitzung (Bericht seiner gescheiterten Nachverhandlung) zum letztmöglichen Termin an und packt weitere 13 Verhandlungspunkte dazu um den Entscheidungsdruck zu erhöhen und die Vorbereitungsmöglichkeiten der anderen zu erschweren.
  • Er informiert den Gemeindevorstand unzureichend und so knapp über anberaumte Sitzungen, dass die anderen Fraktionen ihre Gemeinderäte nur schwer vorinformieren können.
  • Er mobilisiert möglichst viele Gleichgesinnte für diese Sitzungen um die Stimmung für das eigene Vorhaben zu beeinflussen (bis Oktober 2018 fanden GR Sitzungen so gut wie ohne interessierte Besucher statt).
  • Er lässt in den GR Sitzungen keine Präsentationsmedien zu (Leinwand, Beamer usw.) die es den Gemeinderäten und auch den Zuschauern ermöglichen würden den Grundlagen der Verhandlung zu folgen und diese zu verstehen.
  • Er lässt die bis vor einiger Zeit sehr stiefmütterlich behandelten Gemeinderatssitzungen nunmehr mit Lautsprechanlage und “offener Sitzordnung” regelrecht “inszenieren”.

Warum fällt es der ÖVP und dem Bürgermeister so schwer auf alternative Vorschläge einzugehen?

Fachlich fundierte Gegenvorschläge der anderen Parteien sind vorhanden. Auch wenn immer wieder das Gegenteil behauptet wird. Lesen Sie die Sitzungsprotokolle des Gemeinderats oder fragen Sie nach, welche Vorschläge es gar nicht in die Sitzung geschafft haben, weil der Bürgermeister eine Behandlung verhinderte. Anstatt andere Vorschläge  aufzunehmen und gemeinsam die besten Varianten zu finden, werden durch die ÖVP nur Gegenargumente konstruiert und Vernebelungstaktik betrieben: “Enteignung von Privatbesitz, Bestlösung mit den meisten Baugründen, die anderen Parteien haben keine Vorschläge, die anderen Parteien sind gegen Baulandwidmung  usw.”. Wie lange kann diese Form der Gemeindepolitik gut gehen?

Die Chronologie des Versagen bei der Baulandmobilisierung:

Sitzung 20.12.2018 TOP 3 Nachbesserung der Optionsverträge, Verhandlung mit Grundbesitzern
Sitzung 07.11.2018
TOP 4 Einholung fehlendes Lärmgutachten
Sitzung 03.07.2018 TOP 6 Absetzung durch Bürgermeister da notwendige Abstandsfläche zum Aussiedlerhof ungeklärt
Sitzung 20.09.2018 Ablehnung der Behandlung des UDW Antrags Bauland Birkengasse,
Sitzung 18.03.2018 TOP 14 einstimmiger Beschluss zur Baulandschaffung und Kriterien,
Sitzung 07.09.2017 TOP 12 Bericht der Ausschüsse, Ankündigung Baugebiet Mühlgasse,
Sitzung 01.06.2017 TOP 6 Flächenwidmungsänderung Weinbergstraße, Verzögerung der Lärmmessungen,
Sitzung 30.03.2017 TOP 11 Flächenwidmung Vorgaben der Rauplanungsbehörde, Hinweis durch Bürgermeister Baulandumwidmung nur möglich, wenn ungenutztes Bauland rückgewidmet wird.
UDW Antrag vom 15.2.2017 abgelehnt Bauland obere Gartengasse, Birkengasse

Diese Liste lässt sich bei Durchsicht der GR Sitzungsprotokolle weiter fortsetzen!

 

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UDW Klausur 2019

BERICHT VON DER UDW-KLAUSUR

am 11. und 12. Jänner 2019

Bei unserer diesjährigen Wochenendklausur hat sich die UDW schwerpunktmäßig mit dem Thema „Wohnen in Wulkaprodersdorf“ beschäftigt. Dabei ging es in erster Linie um mögliche Baulanderschließungen. Ein Thema, dass seit Jahren in Wulkaprodersdorf vernachlässigt wurde, jetzt aber seit Monaten den Gemeinderat intensiv beschäftigt.

Die zentralen Fragen dabei sind:

  1. Welche Flächen könnten für die Zukunft für Baugebiete in Wulkaprodersdorf relevant sein?
  2. Was passiert mit den derzeitigen Aufschließungsgebieten?
  3. Wie können wir unsere Baulandreserven reduzieren, die uns daran hindern neue Bauflächen zu erschließen?
  4. Für den derzeit akuten Bauplatzbedarf gilt es kurz- mittel- und langfristige Ziele zu definieren.

Bauplätze sind in Wulkaprodersdorf nur sehr schwer zu bekommen. Das führt dazu, dass junge Familien abwandern. Andrerseits gibt es genug Bauplätze, die jedoch in privater Hand sind und für die Kinder oder Enkeln reserviert werden. Manche verkaufen ihre Bauplätze auch deshalb nicht, weil sie derzeit kein Geld benötigen. Da kann die öffentliche Hand nicht eingreifen.

 

BAULANDRESERVEN

Die Aufschließung von neuen Bauplätzen ist derzeit nicht möglich. Das wird von der Landesregierung untersagt, weil wir in Wulkaprodersdorf ausreichend Baulandreserven haben.

Wenn wir neue Bauplätze aufschließen wollen, müssen wir unsere Baulandreserven reduzieren. Das ist nur möglich, wenn wir alle „Bauland Aufschließungsgebiete“ entweder in Bauland umwidmen und dafür sorgen, dass sie auch in den nächsten Jahren bebaut werden können, oder diese wieder in Grünland zurückwidmen.

Von diesen Aufschließungsgebieten gibt es zwei: das Gebiet zwischen Mühlgasse, Aussiedlerhof Kaiser und Bahntrasse (ca. 9 ha) und zwischen Oberer Gartengasse und Bahntrasse (ca. 2 ½ ha).

Für eine Umwidmung hat der Gemeinderat (mit einer Stimmenthaltung) Umwidmungskriterien beschlossen: Nur wenn alle Bauplätze entweder an die Gemeinde gehen, die diese mit einem Bauzwang innerhalb von 5 Jahren verkauft, oder die im Besitz verbleibenden Bauplätze mit einem privatrechtlich abgeschlossenen Bauzwang von 10 Jahren belegt werden.

Wenn das nicht möglich ist, müssten diese Flächen wieder in „Grünland“ rückgewidmet werden.

 

NEUERSCHLIESSUNG VON BAUFLÄCHEN

Erst durch die Reduzierung der Baulandreserven würde der Weg frei sein für die Erschließung von neuen Bauflächen. Welche das sein könnten, damit hat sich die UDW intensiv bei dieser Klausur beschäftigt und das wird auch Thema in den Gesprächen mit den anderen Fraktionen im Rahmen des Dorfentwicklungsprozesses sein.

Das ist keine einfache Sache. Wir haben uns damit beschäftigt, welche Vorgangsweise dabei optimal wäre.

  1. Erhebung der Grundeigentümer/innen
  2. Erarbeiten einer Strategie, damit alle Grundeigentümer/innen mitgehen und sämtliche Vor- und Nachteile von allen getragen werden.
  3. Ausscheiden jener Flächen, die nicht als Bauland geeignet sind.
  4. Festlegen der Gebiete, die als Bauland herangezogen werden können.
  5. Verhandlung mit allen Eigentümer/innen
  6. Zonierung bzw. Reihenfolge in welcher Reihenfolge die Flächen parzelliert werden sollen.

Aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat (niemand hat eine absolute Mehrheit) gibt es jetzt die Möglichkeit, dass sich alle drei Fraktionen zusammensetzen und ein gemeinsames Projekt erarbeiten.

Zeitung Dezember 2018

Unsere neue UDW Zeitung Dezeber 2018 ist fertig.

Sie beinhaltet folgende Themen:

  • Unser Dorf Weiterentwickeln – Dorfentwicklung
  • Schaffung von Bauplätzen
  • Aufschliessungsgebiet Mühlgasse
  • Baugrundschlamassel der ÖVP
  • Gemeinderatssitzungen
  • Kindergarten
  • Umgebungslärm
  • UDW Klausur
  • Gebetshaus oder Gaststätte
  • Adventmarkt